3952
post-template-default,single,single-post,postid-3952,single-format-standard,cookies-not-set,elision-core-1.0.1,ajax_fade,page_not_loaded,qode-child-theme-ver-1.0,qode-theme-ver-4.0.8,wpb-js-composer js-comp-ver-5.6,vc_responsive

Der Tag, an dem ich zweimal fast trocken geblieben wäre

  |   Irgendwas ist doch immer   |   No comment

So viele Klamotten hat man ja nun auch nicht mit, dass man ständig trockene Sachen anziehen kann. Doch das interessiert unsere Luna so überhaupt nicht. Wie sich herausstellen wird, ist heute der Tag, an dem ich zweimal fast trocken geblieben wäre.

Doch fangen wir am Anfang an. Heute morgen – wir stehen übrigens immer noch an „unserem“ Stausee und das Wetter ist immer noch ziemlich…. na ja, es ist halt Wetter, heute morgen also  gehe ich mit Luna ein paar Meter, damit sie ihre morgendlichen Geschäfte erledigen kann. Gerade und wie sollte es anders sein, als ich am entferntesten Punkt unseres kurzen Spazierganges angekommen bin, fängt es an, extrem stürmisch zu werden. Zum Sturm gesellt sich anfangs noch Nieselregen, der sich dann allerdings in feine Nadelspitzen verwandelt, die ins Gesicht pieken. Also machen wir uns schnellen Schrittes auf den Rückweg zum Fienchen.

Und als wir so etwa 100m entfernt sind – mittlerweile sind es Pladderregenspitzen geworden – rennt Luna einfach davon und setzt sich unter das Fienchen, vermutlich da es dort wesentlich trockener und weniger windig ist, als auf unserem Weg. Na toll, denke ich.

Als ich dann auch irgendwann am Fienchen angekommen bin, bin heute das erste Mal durchnässt. Nein, nicht nur so ein bischen nass, sondern klitschenass.

Ich hoffe, dass das das einzige Unbill des Tages ist, doch … weit gefehlt.

Heute am Nachmittag nun, wir kommen gerade vom Kaffeekränzchen beim Philipp nach Hause, nähert sich vom gegenüberliegenden Stauseeufer eine Regenwand, die sehr sehr schnell auf uns zukommt.

30 Sekunden, 300m Entfernung zur Regenwand: Die Regenwand kommt bedenklich näher

25 Sekunden, 250m; Ich habe die Fienchentür aufgeschlossen und aufgemacht

20 Sekunden, 200m: Lyggie steige die Treppe hoch und drückt mir die Zügel Leine für Luna in die Hand

15 Sekunden, 150m: Ich steige die Treppe hinauf, zumindest versuchte ich das, Luna ist vor mir

12 Sekunden, 125m: Luna, halb auf der Treppe stehend sieht, dass nebenan gerade ihre geliebte Emmi ins Blickfeld kommt (die es, soweit sei verraten, noch rechtzeitig schaffen wird, trocken zu blieben, in IHR Daheim einzusteigen)

10 Sekunden, 100m: Luna springt seitlich von der Treppe herunter und auf Emmi zu, um ihr wieder mal ein Ohr abzukauen, oder zumindest, um sie zu begrüßen. Sie schafft es aber nicht, da sich die Tür des Campofanten gerade hinter Emmi schließt.

7 Sekunden, 75m: Ich, ebenfalls halb auf der Treppe stehend, sperre die Roll-Leine, während Luna noch am Laufen ist, woraufhin mich Luna von der Treppe herunterzieht und ich fast herunterstürze.

2 Sekunden, 25m: Vor lauter Schreck öffene ich den Verschluss der Roll-Leine, was Luna gnadenlos ausnutzt

Die Regenwand erreicht uns: Ich versuche krampfhaft, die Roll-leine schimpfend wieder einzuziehen

+ 5 Sekunden: Ich habe die Leine eingezogen

+ 10 Sekunden: Ich habe Luna die Treppe ins Fienchen hochgetrieben und es geschafft selbst auch einzusteigen

Soweit der zeitliche Ablauf. Ich bin dermaßen klitschenass, als wäre ich gerade aus der Dusche gestiegen.

Also war wieder einmal Kleidungswechsel angesagt. Natürlich war es jetzt total feucht im Fienchen und die Sachen müssen erst mal wieder trocknen.

Irgendwas ist halt immer.

stay tuned, es bleibt nass spannend

No Comments

Post A Comment