Wie wir unseren Kaffee im Wohnmobil zubereiten

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Dieses Schild hatte ich jahrelang an meiner Bürotür hängen, ohne dass sich irgendjemand genötigt gefühlt hätte, mich wegen des subversiven Inhaltes anzusprechen oder zu maßregeln. Deshalb vermute ich, dass der Inhalt so falsch nicht sein kann.

 

In diesem Blogbeitrag werden wir versuchen, uns dem Thema Kaffeezubereitung etwas anzunähern.

Das das ziemlich schwierig werden wird, zeigt schon ein Blick in die Wikipedia, die sehr umfangreich alle Aspekte des Kaffees beleuchtet. Das will ich hier überhaupt nicht tun. Denn es gibt so viele unterschiedliche Arten, Kaffee zuzubereiten, so viele Möglichkeiten, so viele Gerätschaften, das man damit ganze Bücher füllen könnte.

Es gibt bestimmt 1001 Art, Kaffee zuzubereiten.

Wir benutzen die

Schwallmethode 

Ihr kennt diese Methode wahrscheinlich unter dem Namen „Aufgussmethode“.

Sie ist eigentlich nichts anderes, als eine manuelle Aufguss-Kaffeemaschine.

Warum benutzen wir keine „richtige“ Kaffeemaschine?


Viele Jahre, in denen wir in unserer „Ständigen Vertretung in Deutschland“ lebten, unterhielten wir eine Aufgußkaffeemaschine. Timergesteuert. Das war ganz praktisch, weil man sie abends befüllen und morgens dann schnell noch einen Kaffee in sich hineinschütten konnte, bevor man in aller Hektik sein Tageswerk begann.

Das roch zwar morgens in der Küche ziemlich gut, doch wo bleibt da der Stylisch-Faktor?

Deshalb haben wir uns zusammen mit unserem Umzug ins Wohnmobil dazu entschlossen, nicht nur fahrzeugmäßig zu entschleunigen, sondern dieses auch beim Kaffeekochen zu tun.

Und da wir die totalen Kaffeetanten sind, haben wir festgestellt, dass zu einem ordentlichen Frühstück auch mindestens zwei große Tassen Kaffee gehören.

Da hier meist schon die Kanne leer war und wir für den Nachmittagskaffee neu aufbrühen mussten, fiel unsere Entscheidung schnell auf eine größere Kaffeekanne. Think Big

Zumal der Übergang vom Frühstückskaffee zum Nachmittagskaffee manchmal recht fließend sein kann 🙂

Kaffeekochen fast wie zu Großmutters Zeiten


Als erstes stellen wir Euch unser Equipment vor, welches sich von Omas Porzellanfilter doch deutlich unterscheidet.

Der Wasserkessel


Wir benutzen einen recht einfachen Wasserkessel aus Edelstahl mit einem Volumen von etwa 3 Litern. Dieser ist am Ausguss mit einer Flöte ausgerüstet, welche trötet, wenn das Wasser am kochen ist. Ein richtiger Stylischfaktor.

Der Kaffeefilterhalter


Wir haben uns für einen extragroßen Kaffeefilter aus schwarzen Kunststoff in der Größe für Filtertüten 1×6 entschieden. Leider sitzt dieser Kaffeefilter so dicht auf der Kaffeekanne auf, dass Luft nicht aus der Kanne entweichen kann und somit kein weiterer Kaffee hineintröpfelt. Darum haben wir direkt am unteren Ende des Filters von jeder Seite 2 Löcher 8mm hineingebort, damit der Kaffee laufen kann.

Die Kaffeekanne


Bei der Wahl der Kaffeekanne haben wir lange hin- und herüberlegt. Schließlich haben wir uns für ein Modell entschieden, von dem wir denken und zwischenzeitlich festgestellt haben, dass es unseren Ansprüchen gerecht wird:

  • Kapazität nahezu 2 Liter
  • Strapazierfähig
  • Die Wärme lange haltend (bis zum nächsten Morgen)
  • Gute Ersatzteilversorgung, falls doch mal was kaputt gehen sollte

Es ist eine Stanley The Legendary Classic Double XL geworden. In Hammerschlaglackierung, farblich zu unserer Campinglampe passend.

Weiteres Equipment


Natürlich benötigen wir auch noch Filtertüten 1 x 6, um die entsprechende Kaffeemenge gut aufnehmen zu können. Wir haben mehrere Sorten ausprobiert und der subjektiven Meinung, dass uns Kaffee aus den Melittafiltertüten am besten schmeckt.

TIPP Für Portugalurlauber: Außer vielleicht im Süden an der Algarve sind diese Filtertüten nicht zu bekommen, also immer an einen entsprechenden Vorrat denken.

Außerdem benötigen wir noch eine Küchenwaage zum exakten abmessen der Wasser- und der Kaffeemenge. Wir haben unsere Haushaltswaage mitgenommen, mit der wir gute Erfahrungen gemacht haben.

Und so zaubern wir leckeren Kaffee


Schritt 1: Vorbereitung / Einsetzen der Filtertüte


Als erstes nehmen wir eine Filtertüte, knicken den seitlichen und den unteren Bereich um und setzen sie in den Filterhalter ein.

Nachdem das Wasser kocht, nehmen wir etwas davon und befeuchten den Filter, lassen etwas Wasser hindurchlaufen. Hierdurch wird eventuell vorhander Eigengeschmack der Filtertüte vorab ausgespült.

Schritt 2: Die richtige Mahlstärke wählen


In jeder einzelnen Kaffeebohne sind die Kaffeearomen eingeschlossen. Erst durch das Mahlen der Bohnen zu Kaffeepulver werden diese Aromen freigelassen. Die Körnung der Mahlung beeinflusst den Geschmack wesentlich. Der Kaffee sollte für die die Zubereitung im Handfilter  mittelfein gemahlen werden, sodass er in etwa die Konsistenz von Sand hat.

Schritt 3: Abwiegen der Wassermenge und der Kaffeemenge


Wassermenge:

Da wir uns auf eine Kaffeemenge von 2,0 Litern „eingeschossen“ haben, wiegen wir zunächst 2,2 kg Wasser ab und erhitzen es im Wasserkocher.

Kaffeemenge:

Gourmets empfehlen etwa 7-8 g Kaffeepulver für 125 ml mittelstarken Kaffee. Das entspricht bei unserer gekochten Menge von 2,0 Litern ungefähr 110 gr Kaffee

Schritt 4: Die Zubereitung


Wenn das Wasser kochend sprudelt, nehmen wir es vom Herd und geben eine kleine Menge in den noch leeren Filter hinein und lassen es wieder herausfließen.

Danach füllen wir die abgewogene Menge Kaffee in den Filter und bohren mit einem Finger in der Mitte der Kaffeemenge ein etwa 1 cm tiefes Loch.

Nun schütten wir das nicht mehr siedende Wasser (ideal sind 90-95 Grad) beginnend mit dem Loch und dann kreisförmig ins Kaffeemehl, bis dieses gerade bedeckt ist.

Jetzt gibt man dem Kaffeepulver etwa eine Minute Zeit, sich in dem Wasser aufzuquellen.

Dann wird das restliche Wasser in kreisenden Bewegungen aufgegossen.

Ideal wäre es, wenn man jetzt die komplette Wassermenge in den Filter hineinschütten könnte, denn das ergäbe einen besonders milden Kaffee.

Da jedoch nicht so viel Wasser in den Filter hineinpasst, müssen wir immer wieder nachschütten (Schwallbrühen).

Hierdurch erhalten wir aromatischen, vollmundigen Kaffee. Dieses allerdings nur, wenn wir den Kaffee zwischendurch immer ganz ablaufen lassen.

So, nun weißt Du, wie wir unseren Kaffee zubereiten und welches Equipment wir hierzu benötigen.

Es geht für uns nichts über das stylische Aufbrühen von Hand und den damit einhergehenden frischen Kaffeegeruch am Morgen Mittag.

Wir wünschen auch Dir einen genussvollen Kaffeegenuss und sagen wie immer:

stay tuned…. es bleibt spannend


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