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Spritsparen in Rumänien Teil 1

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Zuletzt aktualisiert am 1. Oktober 2022

Durchschnittliche Lesezeit: 5 Minuten

Nach unserem Werkstattaufenthalt zwecks Reparatur unserer Heizanlage haben wir einige Kilometer außerhalb von Oradea einen Übernachtungsplatz direkt an einem kleinen Bach gefunden.

Die Wegstrecke dorthin ist extrem schlaglochbelastet und wir sind wieder einmal froh, über ein geeignetes Fahrzeug hierfür zu verfügen.

Nach einigen 100m Lochpiste können wir eine (recht laute / Verkehrslärm) Nacht verbringen, so dass wir beschließen, am nächsten Morgen weiterzufahren.

Vorher hatten wir noch ein ausgiebiges Schwätzchen mit einem einheimischen Angler und einem Passanten auf einem Moped, die uns viel über ihr schönes Land haben berichten können.

Black Pearl dramatic 1 in Rumänien

Als wir auf dem Rückweg zur befestigten Straße sind, müssen wir auch eine etwas größere Schlammstelle durchfahren und ich schalte vorsichtshalber die Differentialsperren ein.

Hierbei bemerke ich, dass eine Kontrolllampe partout nicht leuchten möchte.

Da müssen wir wohl nochmal in die Werkstatt fahren. Einen Termin bekommen wir allerdings erst in einer Woche, weshalb wir uns ein anderes Plätzchen, gerne weiter in der Natur suchen werden.

Warten in Batar


So verschlägt es uns in die Nähe der Stadt Batar, wo wir am Fluß „Crisul Negru“ einen schönen Platz mitten in der „Botnik“ finden.

Besucht werden wir nur von einer fast täglich vorbeiziehenden Kuhherde samt Kuhhirten und gelegentlich ein paar Pilzsammlern.

Letzteren gelingt es offensichtlich in kürzester Zeit mit prall gefüllten Körben voller Pilzen wieder heimzugehen.

Aufgrund unserer nur marginal ausgeprägten, eher gegen Null tendierenden Pilzkenntnis (ja, wir können Champignons von Fliegenpilzen unterscheiden) tun wir es ihnen nicht gleich, das Ergebnis könnte sonst im Fiasko enden.

Wir verleben hier fast eine Woche und warten ab, bis der Werkstatttermin näher rückt.

Dramatic Pearl1 in Rumänien

Mittlerweile brauchen wir dringend einen Mülleimer, um den sich stapelnden Hausmüll zu entsorgen. Leider ist das in Rumänien offensichtlich nicht so einfach. Nirgends finden wir einen solchen.

Außerdem geht auch unser Wasservorrat dramatisch zur Neige und wir brauchen dringend Nachschub.

Druckluftverlust kurz vor Oradea


Unser Weg zurück nach Oradea zum Mercedes Truck Service führt uns auch durch kleinere Ortschaften, wo wir direkt vor uns auf der Straße eine kleine Ferkelherde antreffen können.

Schweinerei auf der Straße in Rumänien

Die Ferkel fühlen sich offensichtlich von der herannahenden Black Pearl gestört und suchen daraufhin das Weite…..

Jedenfalls tuckeln wir – noch immer kein Wasser getankt oder Mülleimer gefunden habend weiter Richtung Oradea.

Etwa 8 km vor der Werkstatt bemerke ich, dass ich Mühe habe, den Druckluftzeiger oberhalb des roten Bereiches zu halten.

Irgendetwas stimmt da nicht. Ständig leuchtet die rote Kontrolllampe der Druckluftanzeige auf.

Ganz vorsichtig schaffen wir es, zur Werkstatt aber wir bekommen erst am nächsten Morgen einen Termin, da es schon recht spät ist.

Immerhin können wir Trinkwasser zapfen und tauschen dieses Problem nahtlos mit dem Druckverlustproblem

Das Müll-loswerd-Problem besteht weiterhin.

 

Vielleicht ist ja ein Naturgesetz, dass man als reisender Mensch immer einen gewissen Vorrat an Problemen vor sich her- und insbesondere mit sich herumschleppen muss, allein, um die Möglichkeit zu generieren, sie zu lösen?

Die Sackgasse


Weit können wir mit der defekten Druckanlage nicht mehr fahren und so finden wir eine kleine Sackgasse in einem Gewerbegebiet nur etwa einen Kilometer von der Werkstatt entfernt. Kein Verkehr, keine Steigungen / Gefälle. Hier können wir erst mal bleiben.

Lösung des Müllproblems


Wir sammeln unseren Müll normalerweise in normalgroßen Müllbeuteln. Hier am Straßenrand in der näheren Umgebung befinden sich jedoch nur kleinere Hängemülleimer (so wie an Bushaltestellen in Deutschland) mit kleinen Einwurfschlitzen.

So machen wir uns daran, den Müll in diverse kleine Beutelchen aufzuteilen und dann zu entsorgen. Denn diese Kleinverpackungen passen in die Einwurfschlitze der Mülleimer.

Diese Mülleimer sind mit dreieckigen Bolzen verschlossen, für die wir natürlich keine passenden Schlüssel haben, um sie zu öffnen. Das wird sich aber bald ändern! 🙂

Okay…. Müllproblem ist auch gelöst…

 

Ein Problem nach dem Anderen…….

Es bleibt spannend….. stay tuned….

 

 


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