MMORPG im Wohnmobil – Router und Antenne

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MMORPG im Wohnmobil? Ja, wir müssen uns an dieser Stelle mal outen. Manchmal, allerdings sehr viel weniger, als vor einigen Jahren, gelüstet es uns, in fremde Welten einzutauchen und dort gemeinsam Abenteuer zu er- und überleben. Hierzu begeben wir uns ab und an nach Azeroth, eine künstliche Pixelwelt des MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) World of Warcraft.

Und natürlich haben wir uns gefragt, ob wir dieses denn auch von unterwegs im Fienchen sitzend machen können.

Hierzu waren wir bemüht, die notwendige Infrastruktur hierfür bereitzustellen, die wir hier kurz vorstellen wollen.


Antenne


Zunächst einmal findet das Internet, welches natürlich für ein Onlinespiel benötigt wird, seinen Weg über unsere Außenantenne ins Wohnmobil hinein.

Da es auf dem Markt viele verschiedene Modelle gibt, ist die Auswahl auch recht schwer. Wir haben uns für eine sogenannte MIMO-Antenne,  LPMM 7-27* entschieden, die wir allerdings in schwarz erhalten konnten.

Diese Antenne hat keine Richtcharakteristik, was bedeutet, dass man sie nicht auf einen speziellen Sendemast ausrichten kann und die dadurch wahrscheinlich auch einen etwas schlechteren Empfang, als Richtantennen haben dürfte. Doch wird das wieder dadurch relativiert, dass wir, wenn wir einen Stehplatz fürs Fienchen gefunden haben garantiert nicht erst aufs Dach hinaufkrabbeln werden, um eine Antenne entsprechend auszurichten. Und diese Rundempfangsantenne empfängt halt in jeder Richtung.

Für die Antenne müssen wir ein Loch für die Befestigung und Kabeldurchführung ins Fienchendach hineinbohren.

Aber die Abdichtung mittels einer auf der Unterseite der Antenne aufgebrachten runden 3M-Klebefolie machte einen zuverlässigen Eindruck, um damit das Loch wieder dicht zu bekommen.

Zum Schluss wird das Antennengehäuse verschraubt. Es ist seitdem absolut dicht.

Da das Kabel der Antenne nicht lang genug ist, um es mit dem Router zu verbinden, müssen wir noch eine 5 m Verlängerung verlegen (SMA-Buchse auf SMA-Stecker Twinkabel)

Wir haben uns für eine 5m Verlängerung entschieden, da wir zu diesem Zeitpunkt des Ausbaus noch überhaupt nicht wissen, wo wir denn den Router unterbringen werden wird. Nachträglich betrachtet hätten auch 4 m ausgereicht.

Am Ende des Antennenverlängerungskabel befindet sich – welch eine Überraschung – ein Router.


Der Router


Wir haben uns auf Empfehlung für ein Modell Huawei B315s-22 LTE* 

in der Farbe schwarz entschieden, den wir direkt an die 12V-Stromversorgung des Aufbaus anschließen können, ohne hierfür den Wechselrichter, der dann unnötig laufen und Strom verbrauchen würde, zu bemühen.

Außerdem befinden sich auf der Rückseite die Antennenbuchsen zur Aufnahme der Antennenkabelverlängerung.

In den Router lassen sich die SIM-Karten einsetzen, um Internet empfangen zu können. In good old germany hatten wir uns nach einem missglückten Versuch mit Vodafone für einen 1und1 – Monatsvertrag entschieden und hier in Portugal nutzen wir eine NOS-Karte mit unbeschränktem Limit für 1 € pro Tag.

Das klappt absolut prima und wir wundern uns stets aufs Neue, wie es den Portugiesen gelingt überall so tolles Internet für diesen Preis bereitzustellen und merken wieder einmal, dass man in Deutschland oftmals diesbezüglich nur noch abgezockt wird.


[Update Januar 2019:]

Zwischenzeitlich haben wir zum großen Telekomvertrag gewechselt. Siehe auch diesen Beitrag]


Der Router stellt WLAN zur Verfügung, was auch absolut gut klappt. Doch da wir nicht dauernd von WLAN-Strahlung umgeben sein wollen und auch an einen Geschwindigkeitszuwachs durch LAN-Kabel glauben, haben wir uns dazu entschlossen, vom Router zur Schalttafel neben dem Durchstieg LAN-Kabel zu verlegen.

Leider stellte sich nach der Installation des Routers heraus, dass man das WLAN bei diesem Router nicht abschalten kann.


LAN-Kabel


Wir benötigen also zum einen LAN-Stecker für den Anschluss an den Router, LAN-Kabel zum Verlegen und LAN-Steckdosen, um dann die Laptops damit zu verbinden.

Zum Glück können wir auf die Hilfe vom Herrn Sohn zurückgreifen, der uns das Ganze professionell installiert. Wir nehmen diese LAN-Stecker*,

da man sie ohne Spezialwerkzeug belegen kann. Kabel nutzten wir diesen 10m Ring*,

den wir auch fast vollständig verbauen. Man muss sich wundern, wie viel Kabel durch das verbauen mit all den Rundungen und Ecken benötigt wird.

Zum Einbau in die Wand nutzen wir die Doppel – LAN-Dose von Busch-Jaeger*,

 

und die zu unserer Schalterserie passende Verblendung.


Verbindung zu den Laptops


Jetzt fehlt nur noch das Anschlusskabel an die Laptops.

Die normalen LAN-Kabel erschienen uns als zu starr und wenig gut handhabbar. Deshalb entscheiden wir uns für diese CAT 7 Netzwerkkabel* ,

da sie sehr flexibel sind und – so denken wir zumindest – wenig Zug und Druck auf die in den Laptops eingebauten LAN-Dosen ausüben (Ihr wisst schon, von wegen Haltbarkeit und so).


Fazit


Mit diesem oben beschriebenen Equipement gelangen wir also ins Internet. Zur Zeit stehen wir mitten im Nirgendwo in Portugal in einer menschenleeren Gegend direkt an einem (fast leeren) Stausee. Und selbst hier haben wir absolut guten Empfang. Und nun zur Beantwortung der eingangs beschriebenen Frage, ob mit dieser Hardwaregestaltung das Spielen von World of Warcraft möglich ist, können wir nur sagen: Ja, ist es. In einer hinreichend guten Geschwindigkeit!.


Hier noch einmal eine Auflistung der oben beschriebenen Hardware:


Stay tuned, es bleibt spannend….


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