Mazarron und Alicante

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Mazarron und Alicante. Am Freitag, dem 23.03.2018, machen wir uns auf den Weg nach Norden und verlassen Almeria.


Mazarron


Unser Ziel ist ein einsam gelegener Parkplatz direkt an der Mittelmeerküste Spaniens bei Mazarron. Und so tuckeln wir so vor uns hin und versuchen uns den Weg an unzähligen und eintönigen Gewächshäusern vorbei zu bahnen.

Das Tal um Almeria herum wird von Lyggie kurzerhand „Jammertal“ getauft.

Spanien ist nicht schön. Zumindest nicht in Andalusien. Zumindest nicht, wenn man nicht direkt aufs Meer schaut, sondern auch das Landesinnere betrachtet. Gewächshäuser, Planen, Fetzen, Müll, Unrat wohin man blickt. Plastik beherrscht das Landschaftsbild.

Aber eben nur, wenn man nicht aufs Meer schaut. Den Platz, den wir uns ausgeschaut haben, erreichen wir zwar nicht ganz, da hier die Zufahrt verboten ist, aber kurz vorher finden wir eine Stelle für uns ganz allein.

Und hier können wir zwischen Gewächshäusern, die zum Glück ein gutes Stück entfernt stehen, vorbei an eng gekuschelten strahlend weißen Wohnburgen auf vier oder mehr Rädern direkt am Meer einem Schotterweg folgen, der den einen oder anderen ob seiner Schlaglochlastigkeit abzuschrecken vermag. Und an seinem Ende gelangen wir zu einem – für Andalusien – sehr einsam gelegenen Strandabschnitt, an dem wir uns aufstellen. Überraschend ist die Sicht in Richtung Landesinnere richtig schön.

Hier könnten wir einige Tage ganz allein stehen und zunächst ziemlich heftigen Wind abwettern.


Seenotrettung unnötig


Da schaut man eines morgens aus dem Fenster hinaus und wähnt zunächst einen Schiffbrüchigen in Seenot, bis man unter Zuhilfenahme des Teleobjektives realisiert, dass es sich um einen Schnorchler mit Boje handelt. Schon echt krass.

Wir haben derzeit super Wetter, nachts müssen wir nicht mehr heizen und tagsüber haben wir mit unseren Sonnenbränden zu kämpfen. Lyggie weniger, ich mehr. Auch haben wir uns vorgenommen, zumindest einmal im Mittelmeer schwimmen zu gehen und so überreden wir uns eines Morgens gegenseitig, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen sei.

Um das Ganze zu dokumentieren, zückten wir auch noch unsere Actionkamera und machten ne kurze Aufnahme:

Zwei Tage später allerdings ist es mit der Idylle und der Einsamkeit vorbei. Man muss sich das mal vorstellen. Da stehen wir an einem wirklich einsamen Strandabschnitt und da kommt ein älteres kleineres Wohnmobil dahergefahren und stellt sich zunächst direkt zwischen uns und dem etwa 20 m entfernten Meer und versperrt uns die Aussicht.

Nach einer Stunde fahren sie weiter – so denken wir zumindest – jedoch stellen sie sich direkt hinter uns.


Kuschelcampen


Keine 4 m entfernt. Luni kann noch nicht mal mehr an ihrer außen angebrachten Stahlleine herumlaufen. Und sie stellen sich so, dass sie voll in unser Fienchen hineinschauen können.

Nun haben wir nicht wirklich die großen Geheimnisse, doch in unserem Kochpott wollen wir uns dann doch nicht hineinschauen lassen. Und so parken auch wir etwas um und stellten uns 10 m weiter weg. So ist es erträglich.

Was veranlasst Menschen dazu, zu kuschelcampen? Wenn man das mit Freunden und/oder guten Bekannten macht, dann mag das noch gehen. Doch bei wildfremden Menschen möchten wir das ohne Not nicht haben. Schon gar nicht, wenn Platz ohne Ende vorhanden ist.

Und so nehmen wir dieses Ereignis als Anlass, unseren Küstenabschnitt zu verlassen und weiterzuziehen. Weiter in Richtung Alicante.


Alicante


Wir haben uns hier schon vorher einen „ganz netten“ Parkplatz ausgeschaut, den wir nun ansteuern. Und wie sich herausstellt, ist hier in der ersten Nach so rein gar nichts los. Einmal fährt ein Pkw vorbei, das wars.

Und dann kommt der Ostersonntag. In einem kleinen beiliegenden Gebäude wird wohl ein Zwergenschlaf veranstaltet und so ist hier den ganzen Tag Trubel, Jubel und Heiterkeit.

Doch irgendwo meinen wir, gelesen zu haben, dass der Ostermontag in Spanien kein Feiertag mehr ist. Wie man sich irren kann, denn auch heute am Ostermontag geht das Treiben munter weiter. Zwar unterhalb der Störgrenze, doch sorgt das für einen Punktabzug bei diesem Platz.

Na ja, ein paar Tage werden wir hier wohl noch „aushalten“ können, zumal die Tagestemperaturen in den nächsten Tagen die 20 Grad Marke locker reißen werden.

Stay tuned…. es bleibt spannend.

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