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Kreuz und Quer durch Portugal

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Zuletzt aktualisiert am 15. November 2021

Von Costa de Lavos fahren wir erst einmal ins Inland. Ein Überraschungs-Kurzbesuch bei Freunden ist angesagt. Doch wie das manchmal so ist mit diesen Überraschungen, muss man sich hin- und wieder darauf gefasst machen, dass man gerade zu einem ungünstigen Zeitpunkt aufschlägt. So auch bei uns dieses Mal.

Denn sie waren gerade auf dem Weg zur Olivenernte. Und das bei dieser Wärme. Okay, dann eben nur ein kurzes Hallo und schon geht´s weiter.

Stellplatz mit Blütenpracht

Und so verbringen wir eine relativ ruhige Nacht im kleinen Örtchen Figueiró dos Vinhos.

Mitten durchs Gebirge


Es wird hügeliger, dann bergiger, eine Kurve jagt die nächste. Wir sind mitten im Gebirge. Ja, wunderschön ist es hier. Und wir erkennen wieder einmal aufs Neue, dass Portugal so vielfältig ist, was man manchmal gar nicht vermuten mag.

Die als Horseshoe Bend bekannte Colorado River Schleife gibt es auch in Portugal

Manchmal gelangt man an Stellen, die man sich auch auf anderen Kontinenten vorstellen kann. Wie zum Beispiel die als Horseshoe Bend bekannte Colorado River Schleife, die hier jedoch mitten in Portugal anzutreffen ist. Natürlich nicht ganz so groß, aber trotzdem beeindruckend.

Weiter geht die Fahrt in Richtung Sabugal-Stausee.

Hier gibt es einen sehr netten und vor allem weitläufigen Stellplatz mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeit. Einsam gelegen. Prima Internetempfang.

Und zufällig treffen wir hier auf einen lieben Freund mit seinem Wuffzie. Beide, Klaus und Davy sind hier schon eine Weile und wir können einige unbeschwerte Tage verbringen.

Zünftige Einweihung des Außengrills mit Bratwürstchen

Jetzt ist es dringend an der Zeit, unseren Außengrill endlich mal einzuweihen. Gesagt, getan…und schon finden einige Bratwürstchen ihren Weg in die Pfanne.

Ich muss sagen, der Außengrill hat sich bewährt. *zufriedensind*

Der Stellplatz liegt auf etwas über 800m Höhe und mittlerweile gibt es hier oben den ersten Nachtfrost.

Gefrorenes Blatt am Morgen

Nach einigen Tagen geht es wieder weiter, zunächst zum Stellplatz Fratel.

Zwischenstop auf dem Stellplatz Fratel

Tomar mit Hindernissen


Der Stellplatz Tomar ist unser nächstes Ziel. Wieder Richtung Meer führt uns die Route. Der Stellplatz ist sehr ruhig am Stadtrand gelegen. Viele Bäume, viel Schatten, viel Platz. Für ein paar Tage ganz nett.

Wir bekommen auch noch lieben Besuch von Micci und Bella von Ozeanienart und so kann Luna wieder einmal einen neuen netten Hund begrüssen.

Auf dem Stellplatz Tomar

Schnell ist der Grill wieder aufgebaut und erneut „getestet“ 🙂

 

Den weiteren Weg haben wir uns ehrlich gesagt etwas stressfreier vorgestellt. Doch das sollte wohl nicht so sein.

Zu der Verkehrsführung in Tomar muss man anmerken, dass durch die dortigen engen Straßen und die Einbahnstraßenregelungen eine Anfahrt nur dann problemlos möglich ist, wenn man die Richtungsempfehlung des Navis ignoriert und sich ausschließlich an die zugegebenermaßen sehr gute innerörtliche Beschilderung hält.

Auch bei der Abfahrt kann man nur eine einzige enge Straße benutzen. Und wenn dort mitten auf der Fahrbahn Bauarbeiten stattfinden und die Bauarbeiter große Warnschilder aufgebaut haben, dann ist man gezwungen auf den Gehweg auszuweichen.

Rechts ausweichen geht nicht, das steht der LKW der Bauarbeiter. Also bleibt nur links. Ich taste mich also vor und der steinerne Balkon auf der linken Seite kommt mir gleich nicht so ganz geheuer vor.

Lyggie steigt aus und winkt mich weiter.

Es ist bestimmt überflüssig, zu erwähnen, dass das ganze auf einer schrägen Straße stattfindet, oder?

Na ja, jedenfalls taste ich mich im Schneckentempo weiter, bis……..Lyggie heftigst winkt. Im gleichen Moment höre ich auch ein gar übles Geräusch.

Metall gegen Balkon.

Balkon gewinnt.

Die vordere ehemalige Lampenaufhängung verliert.

Auch beim wieder Zurückfahren wird das Geräusch nicht besser.

Ein Lichtkabel auf dem Dach ragt jetzt über ein Solarmodul.

Wir passieren die Engstelle auf der rechten Seite, da die Bauarbeiter mittlerweile Platz gemacht haben.

Am Balkon ist kein Schaden entstanden, es hat ja nur ein wenig Alu langgekratzt.

Wir fahren erst mal weiter, um an geeigneter Stelle einen ersten Blick auf das Dach zu werfen. Es scheint weiter nichts beschädigt worden zu sein, doch mit dem hochstehenden Kabel würden wir an jedem Ast hängen bleiben.

Jetzt heißt es erst einmal den Schaden so bald wie möglich zu begutachten. Doch vorher treffen wir uns noch mit Monika und Stefan.

Geldstück aus Portugal

Das Drama mit der Postzustellung in Portugal


Wir hatten uns im Internet „Dinge“ bestellt, die per Post geliefert werden sollen. Monika und Stefan haben sich bereit erklärt, diese Post für uns anzunehmen. Und heute nun treffen wir uns vor einem netten Restaurant mit hervorragendem Essen nicht nur zur „Postübergabe“, sondern weil es immer wieder schön ist, liebe Menschen zu treffen..

Jedenfalls sind es drei kleinere Pakete, die mit drei verschiedenen Zustelldiensten angeliefert werden sollen.

Paket 1: Zustelldienst cttExpress (Ctt ist die portugiesische Post). Das Paket wurde drei Tage nach der Bestellung in Deutschland problemlos zugestellt.

Paket 2: Zustelldienst DHL. Als das Paket nach 2 Wochen immer noch nicht angekommen ist, stornierten wir den Artikel. Zwei Tage später wurde er in einem Cafe im Ort einfach abgegeben. Ohne Nachricht im Briefkasten oder so. Einfach dort hinterlegt.

Paket 3: Zustelldienst UPS: Die Anschrift wurde nicht gefunden, das Paket wurde einfach wieder an den Versender zurückgeschickt.

Immerhin erhielten wir 2/3 der Bestellungen. Zum Glück war in Paket 3 nichts allzu Wichtiges enthalten.

Wir verbringen wohlgesättigt einen schönen Nachmittag, erst im Lokal, dann neben der Pearl sitzend.

Dachinspektion


Doch irgendwann müssen wir aufbrechen und fahren erst mal nach Abrantes. Dort holen wir auf einem Stellplatz unser Dröhnchen heraus und beschauen uns den Schaden.

Frustrierte Meli beim Zusammenbau der Drohne

Zum Glück ist außer dem umgebogenen Stromkabel und dem Lampenträger kein weiterer Schaden entstanden. Eine sofortige Reparatur ist nicht notwendig, jedoch bald anzuraten und wir müssen natürlich auf überhängende Äste achten.

Dach der Black Pearl mit abgeknicktem Kabel

Stippvisite in Spanien


So führt uns die nächste Etappe, den Montargil-Stausee links liegenlassend zunächst in die Nähe von Mora, wo wir unweit der Strecke eine superruhige Nacht verbringen können.

Zwischenstop im Wald
Morgenstimmung unterwegs

Wir wollen mal eben kurz nach Spanien hinüberhuschen. Tanken und ein Besuch beim Leroy Merlin sind angesagt.

Badajoz ist also unser nächstes Ziel.

Besuch in Spanien

In Spanien ist der Dieselpreis sehr viel niedriger und wir sparen beim Tanken etwa 70 € gegenüber einer billigen Tankstelle in Portugal.

Die Einkäufe sind relativ schnell erledigt und wir fahren wieder zurück nach Portugal.

Rückkehr nach Portugal

Alqueva-Stausee


Wir finden ein ruhiges Plätzchen am größten von Menschenhand geschaffenen Stausee Europas und bleiben hier einige Tage, bevor es weitergeht. Richtung Süden.

Black Pearl ganz im Hintergrund versteckt

Stay tuned…. es bleibt spannend.

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