Auf der grünen Wiese am Barragem Pego do Altar

Jetzt noch ein Expeditionsmobil kaufen?

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Zuletzt aktualisiert am 17. April 2022

Durchschnittliche Lesezeit: 5 Minuten

Vor ein paar Tagen stieß ich beim Durchstöbern des Internets auf einen Blogbeitrag von 7Globetrotters. In diesem sehr ausführlichen Blogbeitrag wurde kritisch hinterfragt, ob es in der heutigen Zeit noch angebracht und sinnvoll ist, sich ein Expeditionsmobil anzuschaffen, oder ob man es besser verkaufen sollte.

Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die einzelnen behandelten Punkte, wie mögliche weltweite Reiseziele, zunehmend besser werdende Straßen, höhere Dieselpreise und zunehmender Reisemobildichte und damit einhergehnder Platznot auf Stellplätzen / Campingplätzen u.s.w. eingehen.

Diese Punkte wurden sehr ausführlich und detailliert behandelt.

Ich möchte eine andere Überlegung in den Fokus bringen:

Gute Wegstrecke – schlechte Wegstrecke


Vorwegschickend möchte ich anmerken, dass die folgenden Überlegungen nicht allgemeingültig sind.

Es sind UNSERE speziellen Überlegungen.

Wir haben uns die Black Pearl als geländegängiges Allradfahrzeug zugelegt, um damit zu reisen.

Um an Orte zu gelangen, die man

a) mit einem normalen Wohnmobil auch erreichen kann

b) die man mit einem normalen Wohnmobil nicht mehr erreichen kann, weil z.B. die Bodenfreiheit fehlt, die Zufahrtswege zu schlecht sind, kein Allrad, keine Differentialsperren vorhanden sind.

Und bei Punkt b) fallen nun mal normale Wohnmobile einfach aus dem Anforderungsprofil heraus. Ist halt so.

Nichts hält ewig, oder doch?


Ein weiterer Punkt, weshalb wir uns ganz bewusst für die Black Pearl, einen 33 Jahre alten LKW vom Mercedes Benz ohne viel Elektronik-Schnickschnack entschieden haben ist, dass die Wahrscheinlichkeit, aufgrund eines Elektronikschadens liegen zu bleiben relativ gering ist. Relativ, denn natürlich kann auch hier etwas defekt werden, aber es ist halt unwahrscheinlicher, dass z.B. der elektrische Fensterheber streikt, allein aufgrund der Tatsache, dass wir keinen haben.

Und wir mutmaßen mal, dass fast jede Wald- und Wiesenwerkstatt (ist jetzt nicht negativ gemeint) in der Welt (gerade im Ausland) mechanische Reparaturen noch eher durchführen kann, als bei neumodischen Fahrzeugen. Dieses ist der Tatsache geschuldet, dass die LKWs damals, vor 33 Jahren noch „für die Ewigkeit gebaut wurden“. Einmal zum Mond und zurück.

 

Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Das Expeditionsmobil als Notfallfahrzeug.


Eine weitere, in diesen Zeiten zunehmend wichtigere Überlegung ist, dass nichts gewiss ist, dass Selbstverständlichkeiten quasi „über Nacht“ wegbrechen können.

Wer vermag schon zu sagen, ob all die denkbaren negativen Szenarien eintreten, oder noch abgewendet werden können, Wer vermag schon zu sagen, ob es zu dem immer heftiger herbeigeredeten und durch strukturelle Wandlungen im Energiesektor bedingten Brown- oder Blackout kommt, wer vermag zu sagen, ob die ebenso oft benannten weggefallenen Lieferketten die Versorgungslage verschlechtern, wer vermag zu sagen, ob die politischen und / oder anderen Entscheidungen mit der weitestgehenden Zufriedenheit der Bevölkerung einhergehen, oder nicht.

Und schon kommt der Gedanke an ein „Notfallfahrzeug“, von vielen auch „Fluchtfahrzeug“ genannt, auf.

Ich denke, wir sind mit unserem Wasservorrat, der Stromautarkie, dem Dieselvorrat, der Lebensmittelvorratshaltung und vor allem durch die Möglichkeit des Ortswechsels in der Lage, uns mal eben auch eine längere Zeit „hinter irgendwelchen Hecken mitten im Wald zu verstecken“, wenn du weisst, was ich meine. Und das ist FÜR UNS ein wichtiges Argument, welches für unser Exmo spricht.

Einsame Stellplätze gibts nicht mehr? Oh doch!


Ja, wir stehen auch ab und an auf offiziellen Stellplätzen. Und wir stehen auch „frei“. Meist hier an Stellen, die für Allradmobile eher zugänglich sind.

Und dass es hier zu vielen Highlights kommt, kannst du ja in unserem Blog nachlesen.

 

Natürlich vermeiden wir es, „im Rudel am Strand in der Algarve“ zu stehen, denn hier sind Probleme und/oder Repressalien vorprogrammiert.

Meist aber finden sich gerade im Landesinneren die viel schöneren Plätze.

Wir versuchen einen Platz mindestens genauso sauber zu verlassen, wie wir ihn vorgefunden haben und haben (bis auf eine Ausnahme, und er war auch *@gr;§§“) noch nie irgendwelche Anfeindungen von Einheimischen erfahren müssen.

Fazit: FÜR UNS lohnt sich das Expeditionsmobil


….denn wir haben es nicht als Wertanlageobjekt gekauft, sondern wir leben darin. Und wir haben nicht vor, es alsbald zu verkaufen.

 

In diesem Sinne: Stay tuned…. es bleibt spannend…

 

 


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