Thermometer in der Auflösung 2048

Der Hitze dann doch nicht entflohen

Adieu kühle Bretagne - ab in die Hitze

Den wohlmeinenden Fängen der Bretagne entkommen geben wir uns der Illusion hin, dass es auch weiter im Süden die gewohnt kühlen Temperaturen haben wird. Klar, wir schauen auch auf die diversen Wetter-Apps, doch scheinen die dort bereitgestellten Informationen keinen Eingang in unsere Vernunftszentren gefunden zu haben.

Und so tuckern wir im Landesinneren von Frankreich Richtung Süden.

Am Stausee La Charente

Hier waren wir schon einmal. Allerdings im Früh-Frühjahr. April 2019. Und da war es absolut leer.

Stausee La Charente Parkplatz

Leer ist es jetzt nicht mehr wirklich. Sind anfangs nur wenige Wohnmobile dort, füllt sich der Platz in 2-Tages-Frist. Nachts brennt am Waschhäuschen eine helle Lampe, die uns zwar nicht direkt ins Haus scheint, aber die die angenehme Schlaf-Dunkelheit erfolgreich verhindert.

Stausee La Charente, Luna

Das Wetter ist auszuhalten und doch sagt uns eine innere Stimme, dass wir weiterziehen mögen. Hätten wir man bloß nicht auf sie gehört.

Clerac, wir kommen - echt jetzt?

Also fahren wir weiter und haben unsere blauhäutige Na´vi-Freundin am Armaturenbrett um die Wegbeschreibung nach Clerac gebeten.

Denn in Clerac waren wir schon ein paar Mal. Dort gibt es einen super Stellplatz. Und eine formidable Boulangerie-Patisserie mit unvorstellbar leckeren Croissants.

Unser Lieblingsplatz auf der Stellplatzgeschichte ist leider belegt und die anderen freien Plätze sind irgendwie so schief und krumm angelegt, dass wir spontan beschließen, weiterzufahren. Passt heute irgendwie nicht. Was soll ich sagen…. irgendwas ist halt immer.

Allerdings machen wir noch einen Halt bei der Konditorei und decken uns mit einem Croissant ein.

Im Nachbarort soll es auch schön sein

Die Black Pearl fährt uns zwei Orte weiter, wo sich auch ein Stellplatz befinden soll, den wir allerdings noch nicht kennen.

Am Ort angekommen werden wir sogleich auch wieder freundlich aber bestimmt herauskomplimentiert. Irgendwie scheint es hier eine Veranstaltung zu geben.

Wir könnten aber, so sagt man uns, einen Kilometer bei der Kirche parken. 

Wir also hin und finden auch sogleich einen netten und dunklen Platz zum Nächtigen vor, richten uns entsprechend ein und essen erst einmal zu Mittag.

Doch da kommen auch schon mehrere andere Wohnmobile angefahren und quetschen sich an und heran und parken uns fast zu.

Ergebnisoffen frage ich also nach und man erklärt mir, dass im Ort ein großer Antikmarkt stattfindet und alle Parkplätze belegt sein werden. Es würden auch noch viel mehr Parksuchende aufschlagen und man würde uns empfehlen, uns anders hinzustellen, wollten wir denn die Gelegenheit erheischen, morgen vor allen anderen weiterzufahren.

Okay, wir packen also unsere Siebensachen wieder ein und fahren weiter. Irgendwas ist halt immer….

Von der Kirche zur Kapelle

Ein paar Dutzend Kilometer weiter befindet sich ein Friedhof mit einer kleinen Kapelle, welche einen großen Rasenplatz als Parkplatz sein Eigen nennt. Aber nicht mehr für Wohnmobile. Wahrscheinlich haben sich viele Wohnmobilisten vorbildlich verhalten, weshalb jetzt Verbotsschilder aufgestellt wurden.

 

Allerdings ist das Parken dort am Straßenrand noch immer erlaubt (auf dieser kleinen Feldwegstraße liegt überhaupt kein Verkehr) und so finden wir unser Plätzchen für die Nacht.

Fast wären wir in Courros gelandet

Am nächsten Morgen geht es weiter. Unser Ziel: Wasserfassen am Stellplatz Courros. Den kennen wir schon. Dort ist war ein Wasserhahn mit Schraubgewinde, perfekt für unsere Bedürfnisse.

Leider ist der Wasserhahn ausgetauscht worden und nicht mal mit einem Wasserdieb hätte man dort Wasser zapfen können. 

Der Platz ist auch voll belegt, die ganzen Leute holen mit gießkannen Wasser für ihre Wohnmobile. Da wir so einen Quatsch nicht mitmachen, fahren wir unvollendeter Dinge weiter.

Irgendwas ist ja immer….

España, wir kommen

Nun heißt unser umdisponiertes Ziel also Irun. Gleich hinter der spanischen Grenze gelegen. Auf einem Hügel. 

Als wir ankommen, ist der große Parkplatz – sagen wir mal – gut gefüllt, doch wir finden noch ein Plätzchen in der Mitte.

Irun voller Parkplatz

Am Nachmittag – es wurde zwischenzeitlich immer heißer – zog ein Hubschrauber lange zeit seine Kreise, offensichtlich war ein Kind abgängig.

Hubschraubereinsatz in Irun

Nach einer geraumen Zeit ziehen Polizei und Hubschrauber aber wieder ab, offensichtlich ist die Lage bereinigt worden.

Internet Fehlanzeige

Bei unseren früheren Besuchen auf dem Parkplatz hatten wir stets Internet. Kein gutes, aber ausreichendes. 

Dieses Mal Nullkommanix. Auch irgendwie blöd… aber ihr wisst ja: Irgendwas ist halt immer….

Am nächsten Morgen wollen wir weiterfahren und haben schon alles gepackt, als plötzlich Militärlaster um Militärlaster auf dem großen Parkplatz aufschlagen und dabei reichlich Lärm produzieren.

Nun können wir die anderen Wohnmobilisten mit unserem Motor gar nicht mehr wecken, ist aber auch nicht schlimm. Da die zuwegung zu dem Parkplatz sehr kurvig, steil und eng ist, fragen wir vorsichtshalber erst einmal nach, ob noch weitere Militärlaster erwartet werden. Da dem nicht so ist, tuckeln wir also los.

Verstecktes Plätzchen bei Esco

Südlich der Pyrennäen führt uns unser Weg bis in die Nähe von Esco, wo wir unweit der Straße ein Plätzchen finden. 

Dieser Platz hat einen natürlichen Weißwarefilter, denn die Zuwegung ist sehr allradaffin.

Hier stehen wir ein paar Tage und freuen uns über tierischen Besuch.

Tierischer Besuch in Esco

Und während die Tage so dahinziehen, können wir die fast stündlich ansteigende Fliegenpopulation beobachten, die uns schließlich zur Abreise animiert. Aber… irgendwas ist ja immer…

Sonnenaufgang in der Black Pearl

Immerhin gibt es keine Mücken, man ist ja schon mit so wenig zufrieden…..

Ein Plätzchen am Waldrand

Als wir ankommen und ein schönes schattiges Plätzchen finden, bläst ein angenehmer Wind.

Der stellt aber seine Blasetätigkeit gegen Abend vollständig ein und lockt Myriaden von Mücken ins Freie, die sich hungrig auf uns stürzen wollen, als wir die Pearl verlassen.

Carcastillo Parken unter Bäumen

Die Nacht: Ruhig ja, dunkel auch, aber auch mückig….. irgendwas ist halt immer.

Mal wieder Bardenas Reales

Ja, da waren wir schon mal, haben sogar ein kleines Video dazu gemacht (am Ende des verlinkten Beitrages).

Beim letzten Mal haben wir eine Rundreise gemacht. Jetzt liegt das Gebiet auf unserer Reiseroute und wir durchqueren es von Nord nach Süd.

Bardenas Reales Wüstenimpression

Da sich die Landschaft hier nicht verändert, hier nur zwei Fotos.

Steine in Bardenas Reales

Irgendwie hatte ich die Bardenas Reales größer und spektakulärer in Erinnerung. Vielleicht ist es aber auch der fehlende Reiz des Neuen?

Cabanillas - Schlechtester Stellplatz seit langer Zeit

Da unsere Dieseltanks gehörig Luft angesetzt haben, wollen wir uns dieser entledigen und sind froh, dass wir eine vermeintlich günstige Tankstelle gefunden haben. Bislang kostete ein Liter Diesel so um die 1,79 €.

Günstig Tanken in Spanien

Sicher kannst du dir denken, dass wir wenige Kilometer später eine noch günstigere Tankstelle gefunden haben (1,559 €/l). Doch jetzt ist es zu spät, die Tanks sind voll.

 

Unser heutiges Ziel ist ein neuer (so heißt es) Stellplatz in Cabanillas.

 

Tagsüber angekommen sieht auch alles ganz nett aus.

Die Tücken kommen erst wie verstohlene Verbrecher in der Dunkelheit heraus.

Was heißt eigentlich Dunkelheit? Taghell ist es. Viele Halogenstrahler beleuchten den kompletten Stellplatz, so dass man auf jedem Fleckchen ein Buch hätte lesen können.

 

Beleuchteter Stellplatz in Cabanillas

Und es geht kein Lüftchen, was wohl eine Einladung an Mücken bedeutet. Hinzu kommt, dass es auch Nachts noch sauwarm ist, so dass wir nur mit vier offenen Fenstern schlafen können, was der Dunkelheit im Wohnmobil gänzlich abträglich ist.

Die Grillen draußen veranstalten ein irres Spektakel, wahrscheinlich tragen sie gerade eine Meisterschaft im Dauerzirpen aus. Sieger gab es wohl noch keinen.

Zu allem Überfluß gab es so ab geschätzt 5 Uhr störenden Lärm von nahegelegenen Zementwerk. So alle 28 Sekunden sprang wohl eine Pumpe oder so an.

Und ja, jetzt kommt wieder der Spruch: Irgendwas ist halt immer…..

Wir packen also unsere Siebzehnsachen und tuckeln weiter, neuen Abenteuern entgegen.

Heute scheinen wir einen super Platz gefunden zu haben. Aber erst mal abwarten, denn Irgendwas ist ja immer ….

Stay tuned… es bleibt spannend


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