Hierhin bald, bald dorthin

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Wie fängt man an, seine Gedanken, Überlegungen und Planungen in Worte zu fassen. Wann überhaupt fängt man an, richtungsweisende Entscheidungen für das Leben zu fällen. Ich glaube, die Überschrift „Hierhin bald, bald dorthin“ trifft es ziemlich genau.


Wie alles begann


Eigentlich planten wir, mit unserem Fienchen die Winter über in wärmeren Gefilden zu verbringen, um dieser lausigen und elendig langen Winterkälte zu entfliehen.

Die Sommer wollten wir dann im heimischen Garten in Norddeutschland verbringen und auf den nächsten Winter warten, wenn es denn dann wieder heißen sollte: Los gehts. Und so bauten wir im letzten Jahr unser Fienchen aus und machten uns leider erst mit zwei Monaten Verspätung Anfang Dezember 2017 auf in den Süden. Leider hat uns die Kälte doch noch erwischt, doch können wir uns nach etlichen Kilometern und einigen Breitengraden aus ihren Klauen befreien.

Wir queren Frankreich im Eiltempo und auch (Nord)Spanien verlockt uns nicht zum verweilen. Erst in Portugal können wir das Wetter wieder genießen. Zwischenzeitlich ist es Mitte Dezember 2017 geworden und wir erleben erstmals in unserem Leben, dass es auch noch etwas anderes, als Kälte im Winter geben kann.

Einige Monate verbringen wir dann in Portugal und anschließend, als dort eine längere Schlechtwetterperiode angekündigt worden ist, in Südspanien, bevor es im April wieder nach Deutschland zurück geht.


Schönes Wetter = Entspanntere Menschen


Wir können auf unserer Reise ganz klar erkennen, dass die Menschen in Portugal im Winter wirklich gut drauf sind. Da wird gelächelt (Luna demonstriert das hier mal), niemand ist so extrem „busy“, wie in Germany.

allzeit-bereift.de

Insbesondere die Rückfahrt nach Deutschland ist bezeichnend. In Portugal und Spanien winken uns die Menschen am Straßenrand zu und freuen sich darüber, Luni mitten im Führerhaus sitzend zu sehen. Auch in Südfrankreich machen die Menschen noch einen gechillten Eindruck. Je weiter wir in Frankreich nach Norden kommen, desto mehr ändert sich das Bild. Die Menschen werden gestresster und griesgrämiger, geschäftiger und sind nicht mehr bereit, ihre wertvolle Zeit für ein Lächeln zu verschwenden.

Gegen Ende April sind wir dann wieder zurück in Deutschland und hier herrscht nicht nur eine völlig ungewohnte Völle auf den Straßen, auch die Stressigkeit, so mag ich das mal nennen, hat sich noch potenziert. Wir werden sogar an Tankstellen, schief angschaut, wenn wir mit unserem militärfarbenen Fienchen dort zum Tanken steheen. Niemand will mehr mit dem Fienchen aufs Foto, niemand fragt mehr, was das denn für ein Modell / Baujahr / Fahrzeug sei und so weiter und so fort.


Multiversum


Zeitgleich machen wir uns zu dieser Zeit Gedanken über unsere weiteren Lebenswege. Natürlich fließen auch Notwendigkeiten und Bedingungen durch äußere Umstände in unsere Überlegungen ein. Hierdurch sind im Multiversum einige Lebenszukünfte verstellt, andere unattraktiv und wieder andere unmöglich geworden. Einige sind wahrscheinlicher geworden, als andere. Viele Gedanken, die unsere Vergangenheit maßgeblich geprägt hatten, gelten entweder in ihrer aktuellen Form nicht mehr, oder nehmen einen anderen Stellenwert ein. Es kommen neue Gedanken hinzu und aus der Gemengelage lichtet sich über einem möglichen Zukunftsweg der Nebel.

Zumindest ein wenig, denn man weiß ja nie……


Nomen est Omen


Schließlich trägt unsere Webseite ja auch einen ganz bestimmten Namen. Und dieser Name wird künftig noch mehr Programm sein, als es er es in der Vergangenheit hat sein können.

Wir beschließen, durch die Welt zu weltenbummeln und die Zeit, die uns in diesem Leben verbleibt, mit Erlebnissen und Erfahrungen zu füllen. Erfahrungen, die man mit dem Finger auf der Landkarte einfach nicht machen kann. Erleben, wie andere Kulturen so drauf sind…..


Entscheidungen


Wir entscheiden uns, unsere „Ständige Vertretung in Deutschland“ zu schließen. Das erfordert wieder einmal viel Arbeit. Denn ein in vielen Jahren gewachsener Hausstand will komplett aufgelöst werden, die ständige Vertretung will verkauft und der gesamte Papierkram will bewältigt und abgewickelt werden. Dieses wird nach unserer Einschätzung mehrere Monate in Anspruch nehmen, in denen nicht allzu viel Berichtenswertes geschehen wird, wofür wir uns jetzt schon mal entschuldigen möchten. Wahrscheinlich – wenn alles gut läuft – werden wir im Spätsommer / Frühherbst wieder mehr zu erzählen haben.

Stay tuned, es bleibt spannend

Wir sagen Danke

 

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