Halt die Klappe

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Wie wir es bereits gemutmaßt haben, schaffen wir es am nächsten Tag, die Ausschnitte für die großen und kleinen Stauraumklappen herauszusägen. Jeweils, nachdem ein Ausschnitt fertig gesägt ist, heißt es dann für Lyggie: HALT DIE KLAPPE, damit eine gesägte Klappe nicht einfach so herauspurzeln und etwas beschädigen kann.

Durch das in die Wände eingearbeitete Aluminiumband ist das Heraussägen eine ganz schön mühevolle Tortur. Pro Klappe geht ein Stichsägeblatt „über den Jordan“, weil es stumpf geworden ist. Zum Glück haben wir einen anständigen Vorrat und können uns bei Bedarf bedienen.

Klavierband ist nicht zum Spielen da


Wir haben uns dazu entschlossen, entgegen des Mainstreams unsere Oberschränke an der Unterseite mit Klavierbandscharnieren zu versehen und die Klappen nach unten öffnend anzubringen. Das hat für uns den Vorteil, dass beim Öffnen zum Beispiel nach einer Rüttelpiste nicht alles gleich herauspurzelt. Vom Preis her macht es eigentlich keinen Unterschied, denn es ist schier nicht möglich, bei billigpreisigen Edelstahlklavierbändern die Dornmaße / Einbaumaße herauszufinden, weshalb wir auf teuer Markenware zurückgreifen müssen.

Als Verschlüsse haben wir die weitverbreiteten Pushlocks nicht genommen, sondern uns für Hebelverschlüsse identisch mit denen von Southco entschieden, die es in einer – so meinen wir – ausgezeichneten Qualität auch aus China kommend gibt:

Fiat Lux Problemum- Lichterkauf mit Hindernissen


Am Donnerstag sitzen wir gemütlich bei den Frühstücksvorbereitungen, was bedeutet, dass Lyggie die Situation frühstücksseitig abbildet und ich mich mit Vorbereitungen für den Tag beschäftige.
Hierzu gehört auch, dass ich, es ist jetzt morgens kurz nach neun Uhr, die indirekte LED-Beleuchtung für unsere Oberschränke bestellen möchte.

Seit gestern bereits ist das Internet aufgrund eines ausgefallenen Funkturmes nur noch über 2G zu erreichen. Das ist in etwa so, als wenn man mit mit nem Porsche auf einer Straße entlangfahren würde, bei der es verboten ist, Krabbelkäfer zu überholen.
Wie dem auch sei, die LED-Geschichte will bestellt werden und so rufe ich die Internetseite von Fa. Paulmann auf. Da wohnte man Jahrzehntelang in deren Nähe (mit Werksverkauf und so) und jetzt aus der Ferne kann man nur noch bestellen.
Obwohl KÖNNTE das bessere Wort wäre.
Zwar weiß ich aus vorangegangenen Recherchen ziemlich genau, was ich benötigen werde, doch ein paar Details fehlen mir noch und so rufe ich dort einfach an. Nach kompetenter Beratung und Klärung all meiner Fragen kann ich aber leider nicht telefonisch bestellen.

Also geht es wieder ans 2G-Netz.
Deadline ist um 13 Uhr
Denn Bestellungen vor 13 Uhr werden noch am gleichen Tag versendet. Und wir wollen die LED-Geschichte baldmöglichst realisieren.
Also rufe ich die einzelnen Internetseiten der einzelnen Baugruppen auf und packe alles in den Warenkorb.
Es ist jetzt 12:30 Uhr.
Der Bildaufbau fasziniert mich mit jeder Seite neu. Zwei, manchmal drei Minuten brauche ich für eine Seite locker.
Doch schließlich befindet sich alles im Warenkorb und ich gehe zur virtuellen Kasse.
Das Eingeben der Versandadresse klappt auch noch, dann gehts ans Bezahlen.
12:35 Uhr.
Erster Versuch: Kreditkarte. Transaktion ist leider fehlgeschlagen….. bitte melden sie sich bei 3d-secure an….. gehen sie über diese Internetseite…. wählen sie ihre frage aus….
Ja, hätte man vielleicht früher schon mal machen können, doch Reue kommt jetzt zu spät.
12:40 Uhr
Zweiter Versuch: Paypal. Es rödelt. Es dauert. Das Icon dreht sich…. und dreht sich… und dreht sich.
Abbruch, neuer Versuch:
12:45 Uhr
Paypal II. Wieder dreht und kreist es und es sieht aus, als würde es klappen. Aber dann … Transaktion ist leider fehlgeschlagen….Timeout
12:50 Uhr, ich fange langsam an, zu schwitzen.
Jetzt bleibt mir doch wirklich keine weitere Option, als mir den Laptop zu schnappen, durch den Sprühregen, der natürlich gerade eingesetzt hat, zu stiefeln und zum WLAN in einiger Entfernung zu gehen.
Dann schnell wieder einloggen….
Bestellung wurde abgeschickt. 12:56 Uhr. Versandt wird noch heute erfolgen.

Check.
Wass´n Stress.

Die Gasflaschen sind leer


Am nächsten Morgen wollen wir dann das gestrige ausgefallene Frühstück genüsslich nachholen. So richtig mit allem drum und dran.
Doch kaum ist das Kaffeewasser aufgesetzt, gehen die Flammen auch schon wieder aus. Eine schnelle Diagnose bestätigt unsere Vermutung: DAS GAS IST ALLE.
Wie kann das denn nur passieren? Haben wir nicht erst Gas nachfüllen lassen…. wie, das war ja noch in Portugal….äh….das ist dann doch schon wieder fast fünf Monate her.
So lange kommen wir also mit einer 11-kg-Flasche Gas hin. Gut zu wissen. Sinnlos zwar in dieser Situation, aber gut zu wissen.
Die zweite leere 11-kg-Flasche wartet auch auf uns und will auch befüllt werden.
Wir packen also unsere Siebensachen und machen uns auf in den nächsten Baumarkt, nur um zu erfahren, dass die Leihflasche nicht handelsüblich ist und hier nicht getauscht wird.
Dafür aber die graue Eigentumsflasche. Um ein paar Euronen erleichtert und um 11 kg Gas beschwert, schließen wir kurzerhand die neue Flasche an und dann kann es endlich ans Frühstücken gehen, was mittlerweile zu einem Spätstück geworden ist.

Das sind so Tage, an denen man eigentlich viel mehr schaffen möchte, als dann letztendlich gelingt.
Immerhin können wir im Baumarkt noch kurze Schrauben ergattern, um die Klappenverschlüsse bzw. deren Schließbleche festschrauben zu können. Nun sind sie drin und wir planen für morgen das Aufhängen der Oberschränke.

Samstag
Natürlich kommt es nicht immmer so, wie man es vorher plant.
In den Schränken hat sich noch ein logistischer Fehler eingeschlichen, der am Montag erst noch schnell behoben werden muss, bevor sie hängen können, die Schränke.

Und so kümmern wir uns erst einmal um unsere Soundanlage, die schon seit geraumer Zeit auf uns wartet. Schnell ausgepackt, mit fliegenden Kabeln provisorisch angeschlossen und….. nichts passiert.
Doch schnell können wir das Soundproblem eingrenzen. Es ist ziemlich hilfreich, wenn man die 12-V-Versorgung auch in den Verstärker einstöpselt und nicht nur herunterbaumeln lässt.
Jetzt kommt tatsächlich echter Sound aus den Lautsprechern und dieser klingt auch noch sehr gut.
Also können wir die Anlage, so wie sie ist einbauen.

 

Bettbau der anderen Art


 

Hatten wir bereits vor einiger Zeit die Rahmenhölzer für unser Bett zurechtgesägt und gestrichen, ist es jetzt Zeit, das Ganze zu montieren. Wir schrauben also die Hölzer mit Nietmuttern an der Wand fest und kleben ebendiese zusätzlich noch mit Sika 252 an. Das hält absolut alles. Selbst uns.

Haltbar für die Ewigkeit. Wenn wir beim Ausbau vom Fienchen die Klebekraft schon hätten einschätzen können, hätten wir uns viel Arbeit sparen können.
Hätte, hätte, Fahrradkette……

Bleiben noch die LED-Leisten, denen wir uns morgen widmen wollen.

Verkabelung ist mal nicht eben schnell gemacht


Wir haben es uns so einfach gedacht, und bei dem ganzen Denken die Stromverkabelung der Oberschränke übersehen. Na ja, ist ja kein Akt, dann machen wir das mal eben.

Doch mit eben mal machen ist es nicht getan. Erst einmal braucht die Meli eine Zeichnung vom Stromlauf, damit auch nichts vergessen wird. Kabeldimensionierung muss berechnet werden. Dann geht es an das eigentliche Strippenziehen, was einen weiteren Tag Aufmerksamkeit beansprucht.

Doch irgendwann ist auch das geschafft.

Jetzt können wir uns endlich den LED-Leisten widmen.

Bestellt haben wir uns übrigens die 1-m-Stripes von Fa. Paulmann LED1000, die wir zu einem knapp 10 m langen Lichtband zusammenstecken und oberhalb der Oberschränke auf einen 20×10 x 1 mm Aluwinkel aufkleben werden, welchen wir auf die Oberschränke aufgeschraubt haben. Sinn dieses Winkels ist die Reflektion der sonst nach hinten abgestrahlten Teillichtmenge.

Diese haben uns (auf dem Papier, in natura kennen wir sie noch nicht) mit ihrer Lichtausbeute überzeugt. 1100 Lumen pro Meter, das ist doch schon ne Hausnummer. Der Wermutstropfen ist, dass sie nur mit 24 V betrieben werden können, also werden wir noch ein weiteres Elektrogerät benötigen 🙁

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es ein Spannungswandler von Victronenergy werden.

Wer wird denn gleich an die Decke gehen?


Gut, wir haben nicht zu einer bekannten Zigarettenmarke gegriffen. Und uns ist es mit vereinten Kräften und unter Zuhilfenahme von einigen Stützen und vor allem unserem Zauberwerkzeug (5 gestapelte Colakästen) gelungen, die Oberschränke aufzuhängen und zu befestigen. Zunächst hinten und auf der rechten Seite:

Und auf der linken Seite sieht es ganz ähnlich aus

Nach dieser arbeitsreichen Woche müsste man erst einmal ein paar Tage Pause einlegen, wenn….. ja, wenn sich dadurch unsere Abfahrt nicht verzögern würde. Darum heisst die Devise: Pausentage sind erst einmal gestrichen. Bis auf weiteres.

Morgen werden wir wohl die Fragmente des teilweise fertigen Küchenblocks in den Koffer holen und uns daran abarbeiten.

 

Stay tuned… es bleibt spannend….


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