Gezielt die besten Fotos in Lightroom bearbeiten

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Viele von Euch werden dieses Problem kennen: Es gibt Tage, da läuft es einfach. Da nimmt man ein einem Tag viele viele Fotos auf. Hat vielleicht mehrere tolle Motive und kommt abends mit hunderten von Bilddateien wieder nach Hause. Und die wollen alle gesichtet werden. Und die besten Fotos wollen dann noch bearbeitet werden. Das schafft man manchmal gar nicht an einem Tag.

Ich werde hier in diesem Beitrag UNSERE Art und Weise beschreiben, wie wir mit der Datenflut umgehen und was sich für UNS als ein zweckmäßiger Workflow ergeben hat.

Bedenkt jedoch…. es führen viele Wege nach Rom und so gibt es auch andere Wege, die allesamt nicht besser oder schlechter sein werden, als unserer.

Wir arbeiten nicht mit USB-Kabeln zum importieren der Fotos, weil uns die Filigranheit der USB-Buchsen nicht für den täglichen Gebrauch ausgelegt scheint. Wir entnehmen die Speicherkarten aus den Fotoapparaten und stöpseln sie ins Kartenlesefach im Laptop ein.

Dann wählen wir den schon vorher von uns definierten „Standardimport“ aus, wo schon einige Entwicklungseinstellungen angewandt werden. Hierzu wird es demnächst noch einen eigenen Blogpost geben.

Nach dem Import werden gleich noch die 1:1-Vorschauen generiert und wir können, abhängig von der Anzahl der importierten Fotos erst einmal einen schnellen Kaffee genießen.

Erste grobe Sichtung der Fotos


Zunächst einmal verriegele ich die Großschreibtaste (Pfeil nach unten). Das hat zur Folge, dass, wenn ich jetzt eine Bilddatei mit einem bestimmten Wert versehe, sogleich automatisch zum nächsten Foto weitergesprungen wird.

Bei der ersten grobe Sichtung lege ich fest, ob ein Foto überhaupt brauchbar ist, oder nicht.

Hierzu benutze ich in der Vollansicht (Taste F) die Tasten

p = Foto wurde mit einer weißen Flagge markiert

x = Foto wurde abgelehnt

Und jetzt gehe ich alle Fotos des Tages durch und markiere sie entweder mit x oder p.

Abgelehnt wird ein Foto bei uns, wenn es zum Beispiel unscharf ist. Oder verwackelt. Oder deutlichst über- oder unterbelichtet. Oder bei Portraits die Augen geschlossen sind, oder ein schiefer Mund gezogen wird oder oder oder….

Da nach dem Markieren gleich automatisch auf das folgende Foto umgeschaltet wird, nimmt diese Arbeit nicht allzuviel Zeit in Anspruch.

Nun lasse ich mir <ATTRIBUT> und <dunkle Flagge> alle abgelehnten Fotos anzeigen,

markiere ein Foto und wähle mit <STRG> + <a> alles abgelehnten Fotos aus.

Mit der <ENTF> Taste und der entsprechenden Auswahl entferne ich sie von der Festplatte. Wenn ich jetzt noch einmal <ATTRIBUT> drücke, habe ich wieder einen größeren Arbeitsbereich zur Verfügung.

Jetzt gehts an den ersten Stern


Ich habe also zum gegenwärtigen Zeitraum schon mal alles Fotos gelöscht, die überhaupt nicht in Frage kommen.

Doch wie gehts weiter?

Na klar, mit einem Stern.

Das funktioniert jetzt aber nur mit dem Ziffernblock, nicht mit den Ziffern über den Buchstaben:

Ich beginne wieder beim ersten Foto und arbeite mit der Ziffer 0 (kein Stern) und der Ziffer 1 (ein Stern).

Meine Auswahlkriterien sind bei diesem Durchgang

  • Ja, dieses Foto könnte ich mir für eine spätere Bearbeiteung vorstellen

Der zweite Stern am Fotohimmel


Zwischenzeitlich dürfte sich die Menge der 1-Stern-Fotos schon deutlich verringert haben.

Jetzt kommen wir zum zweiten Stern, wählen zu diesem Zweck alles Fotos aus, die mit einem Stern markiert worden sind und wählen hierzu die Einstellungen:

  • <ATTRIBUT>
  • = Bewertung ist gleich oder höher als
  • Einstern

Nun führen wir die eben bereits durchgeführte Bewertungsprozedur beginnend mit dem ersten Foto in der Vollansicht und der Sternvergabe 1 oder 2 durch. Das Entscheidungskriterium ist für uns hier:

  • „Hmmmm, das Foto ist schon ziemlich gut, das würde ich vielleicht bearbeiten, wenn ich kein besseres finde“.

Aller guten Sterne sind 3


Jetzt wiederholen wir die Sternebewertung mit der reduzierten Auswahl auf 2-Sterne-Fotos und der Vergabe von 2 bzw 3 Sternen.

Natürlich kommt es jetzt auf die Menge der noch vorhandenen Sternefotos an, wieviele will man denn bearbeiten. Denn die Überlegung lautet jetzt:

  • Das Foto ist so gut, das werde ich bearbeiten

Jetzt kommen die Farben ins Spiel


Nachdem ich jetzt eine Auswahl der zu bearbeitenden Fotos getroffen habe, kann es vorkommen, dass sie nicht alle an einem Tag bearbeiten kann.

Darum markiere ich die übrig gebliebenen Fotos mit Farbe

Zunächst erhalten alle unbearbeiteten Fotos mit 3 Sternen eine rote Farbe (Ziffer 6)

Wenn ich beginne, sie zu bearbeiten, aber zwischendurch aufhöre / aufhören muss, bekommen sie eine gelbe Farbe (Ziffer 7)

Und wenn sie fertig bearbeitet sind, bekommen sie die grüne Farbe mit der Ziffer 8.

So, nun wisst ihr, wie wir unsere Fotos auswählen und der teilweise erheblichen Bilderflut Herr werden….

Stay tuned…. es bleibt spannend….

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