Gedanken zum Jahresendzeitfest 2019

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Und wieder einmal ist es so weit. Plötzlich und völlig überraschend neigt sich das Jahr seinem Ende zu und bietet zum krönenden Abschluss noch so einige Festtage auf, die auch meist sinnlich begangen werden. Wo man auch hinschaut, überall kann man den allgegenwärtigen Weihnachtswünschen, Jubelschreien für das neue kommende Jahr und Jahresrückblicken nicht entgehen und so wollen auch wir keine Ausnahme machen.

Denn wir wollen das Jahr gedanklich und in Fotos Revue passieren lassen, welche bislang weitestgehend noch nicht das Glück gehabt haben, das Licht der Weiten des Internets erblicken zu dürfen. Natürlich handelt es sich hier um eine rein subjektive Auswahl, ist ja klar.

Am Anfang des Jahres genießen wir die Wärme, Sonne und Abgeschiedenheit eines versteckten Örtchens in Portugal. Luna kann bedenkenlos im Wasser herumplanschen und den ganzen Tag draußen herum tapsen.

Eigentlich möchte sie den Graureihern nur mal eben „Hallo“ sagen, doch irgendwie warten sie nie so lange, bis Luna sie erreicht hat. Blöde Graureiher. 🙂

Februar


Der Februar bricht heran und wir genießen die schönsten Sonnenuntergänge. Für Sonnenaufgänge reicht unser Enthusiasmus leider nicht aus.

An einem Tag im Februar bricht uns bei einer Fahrt zum Einkaufen die rechte Hinterachse. Dumm gelaufen. Wir finden jedoch eine tolle Werkstatt, die das Fienchen erst einmal wieder fahrbereit macht. Ende des Monats bekommen wir Besuch von zwei lieben Freunden auf sechs Beinen, die auch noch einen Grill samt Grillgut mitbringen.

März


Da wir momentan nur mit Vorderradantrieb unterwegs sind, wechseln wir zunächst an einen anderen, leichter zugänglichen Standort, wo wir liebe neue Freunde kennen lernen.

Sie ermutigen uns, eine neue Achse zu ordern und einbauen zu lassen. Wir hören uns um und finden noch am gleichen Tag eine Steckachse in Belgien, welche per Postversand eine Woche später den Weg zu uns findet. Sie wird nun in unserer Lieblingswerkstatt in Ponte de Sor eingebaut.

Mit frisch repariertem Fienchen flitzen wir dann sogleich ans Meer und erholen uns vom Schreck.

Wir genießen die Tage in Lavos in vollen Zügen.Hier gibt es morgens sogar einen Brötchen-bring-service. Wie genial.

Wir tuckeln so langsam an der Küste in Richtung Norden entlang und finden auch einige schöne Stellen zum Stehen und Übernachten.

April


Die Zentrale der Ghostbusters in Europa ist unser nächstes Ziel. Wir schnuppern an echten Ektoplasma….. April April

Bald schon erreichen wir Frankreich und finden den Weg zu einem verschlafenen Fischteich mitten im Nirgendwo.

Wenig später können wir unsere Black Pearl persönlich in Augenschein nehmen.

Mai


Wir richten uns am Standort der Pearl häuslich ein und haben erst einmal nicht wirklich viel zu tun, da der Koffer noch nicht geliefert wurde.

Immerhin können wir täglich unsere Pearl besuchen und bewundern.

Juni


Wir wollen das Fienchen verkaufen und besuchen deshalb die Abenteuer und Allrad 2019 in Bad Kissingen. Für uns Eremiten, die nie auf Treffen fahren, ist es dort viel zu voll, wenngleich wir dort liebe Freunde wiedersehen können

Unser Koffer ist nun angekommen und wird nach ein paar Tagen auch an seinen Ausbaustandort transportiert. Wir machen uns daran, die Vierkantnubbsies zur Befestigung der Solarplatten zu schneiden und auf dem Dach zu montieren. Außerdem werden jetzt die Möbel geplant und teilweise in Auftrag gegeben.

Juli


Im Juli geht es dann richtig los. Wir installieren die Außenbeleuchtung, den Lüfter, die Antenne und die Wassertanks.

Zum Glück können wir uns einen Arbeitsplatz gleich hinter dem Koffer einrichten und dort die Arbeiten verrichten, die verrichtet werden wollen.

August


Jetzt kann die Arbeit richtig losgehen. Wir montieren die Solarplatten auf dem Dach, planen zusammen mit Fa. SIDEWAY die Finale Version unserer Fenster und Klappen und sägen die Ausschnitte in unseren Koffer. Außerdem montieren wir die Oberschränke und den Küchenblock, welche zwischenzeitlich auch ihren Weg zu uns gefunden haben.

Nun sind die Wassertanks an der Reihe, die ordentlich befestigt werden müssen. Das Erste, was nun installiert wird, ist unsere Musikanlage, die einen richtig guten Sound macht.

September


Der September kommt und hat jede Menge Arbeit im Gepäck. So bauen und installieren wir unseren Apothekerschrank, montieren die Gas-und Stromanschlüsse im Küchenblock. Das Fienchen bekommt neue Schuhe und einen frischen TÜV verpasst und wir verbauen nicht nur den Wasserfilter und das Bett, sondern auch die Arbeitsplatte in der Küche.

Oktober


Anpassungsarbeiten. Der Oktober ist vollgepackt davon. Dinge, die man nicht sieht, die aber trotzdem erledigt werden wollen. Wir bauen unsere Sitzbänke und unseren Schrank und installieren die Schubladen darin.

Ein weiteres Highlight ist, dass das Fienchen neue Eigentümer findet, die versprochen haben, ihm weitere Teile der Welt zu zeigen.

Und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen bleibt noch genügend Zeit, sich dem Quatsch des Alltags hinzugeben.

Auch bleibt auf dem Weg zur Schreinerei, wo wir nun viele Stunden verbringen, genügend Zeit, uns die Natur sehr genau anzusehen.

November


Im November besuchen wir bei zunehmend schlechter werdendem Wetter US-Boden und bekommen unsere Halbjahresvisa genehmigt.

Die Pearl kommt in die Werkstatt. Dort wird zunächst das Fahrwerk umgebaut, Anbauteile entfernt, neue Anbauteile angebaut, Auspuffteile ausgetauscht.

Unsere Fenster und Klappen, sowie die Tür werden geliefert und eingebaut.

Die Pearl verlässt nun die Werkstatt und zieht um in die Lackierhalle, wo sie ihre endgültige Farbe bekommt.

Dezember


War die Mitte des Jahres von viel Warterei und Langeweile geprägt, kommt jetzt alles auf einmal.

Der Koffer wird abgeschliffen und lackiert, die Durchstiegklappe wird eingebaut.

Wir beginnen mit der Installation der Stromanlage und tänzeln mit den dutzenden von Kabeln in einem Kreistanz herum.

Die Pearl steht zwischenzeitlich wieder in der Werkstatt und wurde mit Alubutyl und Armaflex gedämmt.

Fazit


Es war ein gutes Jahr.

Die ersten vier Monate waren toll. (Bis auf den Achsbruch)

Die folgenden Monate …. nun ja, es hätte auch einen Knall geben und ganz leicht wehtun können…. wenn es denn endlich vorbei wäre. Denn wir sind mit unseren Kräften ziemlich am Ende. Aber wir halten durch, denn wir wissen ja wofür. Und ein Ende ist ja zum Glück absehbar, wenngleich noch nicht konkret planbar.

Wir werden in den nächsten Tagen die Stromanlage hoffentlich zu Ende installiert haben. Danach wird die Wasseranlage eingebaut. Irgendwann Anfang Januar wird dann die „Hochzeit“ (Koffer kommt aufs Fahrgestell) stattfinden. Danach bleibt noch der Einbau der Heizung, der Dusche/des Badezimmers, des Zwischenbodens….. und …. schwubbs…. kanns auch schon losgehen.

Drückt uns bitte die Daumen, das alles so klappt, wie wir es uns erhoffen.

Wir jedenfalls wünschen allen Lesern, Freunden und Bekannten schöne Feiertage und eine gute Zeit.

Eure Lyggie und Meli und Luna

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