Fussbodenaufbau im Wohnmobil Teil 2

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Schon gelesen? Fussbodenaufbau im Wohnmobil Teil 1

Fußbodenaufbau im Wohnmobil Teil 2


Eben sehen wir uns mal wieder ein Ausbauvideo an, wie andere Menschen ihr Wohnmobil ausgebaut haben. Und da fällt uns auf, dass unser Fußbodenaufbau irgendwie anders ist, als in anderen Expeditionsmobilen.

Wir haben bislang 2 cm XPS-Platten und darauf die 12 mm OSB-Platten schwimmend verlegt.

 

 

Doch was geschieht, wenn wir Möbel an der Wand und auf dem Fußboden befestigen (so wie es ja vorgesehen ist) und wir plötzlich bremsen müssen? Dann verschiebt sich doch die gesamte OSB-Platte (die ja in sich verleimt ist) und das kann der gesamten Möbel-Wand-Fußbodenbefestigung nicht wirklich gut tun.

Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, nachträglich noch eine Unterlattung auf den Fahrzeugboden zu schrauben und hierauf die OSB-Platten aufzubringen und nur die Zwischenräume zwischen den Latten sollen nun gedämmt werden.

Jetzt stehen wir vor dem Problem, dass die ganzen OSB-Platten ja miteinander verleimt sind und wir sie ja gar nicht wegheben können.


Wie kann man die verleimte Bodenplatte teilen?


Also werden wir sie in handliche Teile, vier an der Zahl, zerschneiden, um sie handhabbarer zu machen. Doch wie fängt man das am besten an, sie liegen ja auf der Dämmung auf.

Hier kommen mir Erfahrungen aus der Vergangenheit zu Hilfe:

Am besten geht es mit einer Stichsäge mit einem gekürzten Stichsägeblatt.

Das habe ich immer wie folgt gemacht (geht am Besten mit 2 Personen):

  • Ein Stück von dem zu sägenden Material neben das Blatt der Stichsäge gehalten
  • Einen Eding (schwarzer oder blauer Markierstift) anliegend an Sägeblatt und Material gehalten
  • Stichsäge einen Moment laufen gelassen, bis das Sägeblatt markiert war.
  • Sägeblatt aus der Säge herausgenommen und in einen Schraubstock eingespannt, Stichsägenaufnahmeverformung nach unten,
    wobei noch 1 mm der Edingmarkierung zwischen den Backen des Schraubstocks eingeklemmt wird.
  • Nun kräftig mit einem Hammer seitlich auf das Sticksägenblatt schlagen, es wird am Ende der Schraubstockbacken abbrechen und ist nun genau 1 mm länger, als die gewünschte Schnitttiefe.

 

Jetzt markieren wir die zu sägenden Schnitte auf den OSB-Platten und bohren im Schnittpunkt der Markierung ein 10mm-Loch durch die OSB-Platte. Hierdurch führen wir nun die Stichsäge ein und können unsere Sägeschnitte bis fast zu den jeweiligen Rändern durchführen. Hier jetzt müssen wir ein wenig tricksen, was uns mit einem anderen etwas längeren Sägeblatt und schräg gehaltener Säge gelingt. Fertig sind die Einzelteile.

Diese werden jetzt herausgehoben und beiseitegestellt. Wir machen uns an das Aufbringen der Lattung. Natürlich bekommen wir im Holzhandel keine 20mm Latten. Aber 42mm-Latten können wir günstig schießen und mittels Kreissäge in 20mm Latten teilen können, der Rest ist Sägeverschnitt. Passt. Aus 1 mach 2.

 

Die einzelnen Fächer zwischen den Latten füllen wir schon beim Verlegen mit den XPS-Platten.

 

 

Wichtig. Direkt an der Wand markieren, wo die Lattung verlegt ist, damit man die Lage der Lattung hinterher auf die OSB-Platten übertragen kann. Denn die OSB-Platten werden ja jetzt auf die Lattung aufgeschraubt und das geht erst, wenn auch alle Platten wieder liegen. Dann jedoch sieht man die eigentliche Lattung nicht mehr, wohl aber die Markierungen an der Wand.

 

 

Zwischen den einzelnen Plattenstücken haben wir einen Spalt von etwa 3mm gelassen und die Platten dann verschraubt. Den Spalt haben wir im Anschluss ebenso wie die Übergänge zu den Wänden mit billigem Baumarktsilikon abgedichtet.

Der Fußboden ist jetzt jedenfalls erst einmal begehbar.

Update 2019: Einige Monate später werden wir ihn wieder hochnehmen müssen, um die Aufnahmen für die Staukästen anzubringen. Das wird dann aber keine große Sache mehr sein, denn Schrauben rausdrehen und Silikonschnüre rausziehen, das geht.

Morgen kommt der Fensteranbau an die Reihe…. stay tuned….es bleibt spannend.

Wir sagen Danke

 

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