Fromage, la mer et le vin

Fromage, la mer et le vin

Mal eben schnell Spanien durchquert

Irgendwie haben wir es aus Portugal herausgeschafft. Das schlechter werdende Wetter trägt wesentlich dazu bei, dass uns der Abschied nach der langen Zeit nun doch nicht so schwer fällt, wie wir es erwarten.

An einem sonnigen Tag also überqueren wir den Rio Miño eine Ausfahrt zu früh, weil uns Google weismachen will, dass die andere Strecke gesperrt ist. Sei es drum. So finden wir den Weg zu einem ganz netten, aber doch recht teuren Straßenrestaurant, an dem wir erst einmal einen Stop einlegen.

 

Danach gehts weiter bei durchwachsenem aber trockenem Wetter.

 

 

Kastilische Restaurantüberraschung in Briviesca


 

Nach Übernachtungen in Ribadavia und Valencia de Don Juan gelangen wir nach Briviesca. Hier stehen wir ganz nett am Ortsrand auf einem Stellplatz, wo sich auch Fahrer von Riesenwohnmobilen mit Anhängern in ihren Fahrkünsten probieren. Die Karte zeigt uns den Weg zu einem Kastilischen Restaurant in fußläufiger Entfernung, welches wir natürlich besuchen. Ab 20 Uhr sollte geöffnet sein und als wir 15 Minuten nach 20 Uhr eintreffen, gelangen wir in einen Eingangsbereich, wo nur Appetithappen und Getränke gereicht werden. Das eigentliche Restaurant im hinteren Bereich solle erst um 21 Uhr seine Pforten öffnen.

 

Darum genossen wir das spanische Pendant eines Horsd’œuvre und wunderten uns über eine stetig zunehmende Besucherschar, die sich mittlerweile in dem Kleinen Eingangsbereich drängelte. Wir hegten schon die Frage, dass wegen der vielen Gäste überhaupt noch ein Tisch für uns frei sein wird. Dann, um kurz nach Neun, ging im Restaurante das Licht an und es stellte sich heraus, dass wir die einzigen Gäste sind. Alle anderen blieben im Vorraum und ließen es sich gutgehen.

 

 

Eine Wahnsinnsrechnung erwartet uns


 

Wir genießen den Abend und nutzen die fußläufige Entfernung bis zum Fienchen aus, um uns an einer guten Flasche Rosé zu laben. Danach bestellten wir auf Empfehlung der netten Frau, die uns bediente das Tagesmenü mit Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch.

 

Wohlgesättigt und zufrieden erwarten wir die Rechnung, wohl wissend, dass wir nicht mehr in Portugal weilen und deshalb mit erheblich höheren Preisen rechnen müssen.

 

Die uns überreichte Quittung sagte jedoch etwas ganz anderes aus:

 

 

Und so freuen wir uns ob dieses tollen Preis/Leistungsverhältnisses und schlendern zurück zum Fienchen.

 

Zwischenzeitlich ist es a…..kalt geworden, der Wind hat deutlich aufgefrischt und leichter Regen hat eingesetzt, der sich zu  Schneegrieseln wandelt. Nun müssen wir nach diesem üppigen Mahl die Berganstrecke auch noch sehr schnell zurücklegen, um nicht zu erfrieren.

 

Lunchen erwartet uns völlig verpennt im Fienchen und freut sich über unsere Rückkehr.

 

 

Eine Nacht auffm Berg (na ja fast)


 
 

Am nächsten Morgen geht es dann weiter zur Küste, nach Hondarribia, wo wir im Herst schon einmal eine sehr ruhige Nacht auf einem sehr großen und leeren Parkplatz haben verbringen dürfen.

 

Aber wir müssen feststellen, dass Anfang April nicht Ende Oktober ist und so trudeln im Laufe des Tages sehr viele andere Wohnmobile mit vielen interessanten Menschen ein, die das eine oder andere Gespräch ergeben.

 

Aber das ist alles nichts gegen den nächsten Morgen. Irgendwie hat hier eine Feier oder ein Gottesdienst oder so was in der Art begonnen, denn der Riesenparkplatz füllt sich in einer unglaublichen Geschwindigkeit.

 

Der durchschnittliche Spanier vergisst in solchen Momenten, bei denen er eh schon zu spät dran ist jedwede Verkehrserziehung und versucht dem von oben kommenden Regen zu entgehen (was natürlich misslingt). Er mißachtet alle Regeln eines geordneten Straßenverkehrlebens und parkt wild in der Gegend herum. Zufahrtswege werden dichtgemacht, man parkt so nah am Fienchen, dass wir nicht mal mehr die Stauklappen öffnen können, beinahe wären wir gar nicht mehr von diesem Parkplatz heruntergekommen.

 

Und das ganze natürlich ohne Not, denn die hintere Hälfte des Riesenparkplatzes war natürlich weitestgehend leer, lediglich ein paar Meter weiter vom Ziel der Begierde entfernt.

 

In solchen Situationen ist es immer wieder schön, weit oben im LKW zu sitzen und sich das Chaos anzusehen, wenn Mann versucht, den Weg Rückwärtsfahrend freizumachen. Denn MANN muss ja einfach in eine enge Gasse einbiegen und bis zum Ende fahren, vielleicht löst sich der die Straße blockierende LKW, in diesem Falle das Fienchen,  ja von alleine auf. Diesen Gefallen tat ihm das Fienchen allerdings nicht.

 

 

Adios españa, bonjour grande nation


 

Nachdem wir also mehr oder weniger ob der geringer werdenden Wegfahroptionen geflüchtet sind, nutzen wir die Autobahn und fahren nach Frankreich ein. Grande Nation. Jetzt weiß ich auch, warum Frankreich diesen Beinamen hat. Ich habe eine Frankreichkarte im Maßstab 1:700.000. Die ist auseinandergefaltet kaum zu beherrschen und zeigt doch bloß die eine bedruckte Seite. Die gesamte Karte ist doppelt so groß und somit eigentlich schon dafür geeignet, für mittelgroße Kühlschränke als Geschenkpapier zu fungieren. Frankreich ist groß. Viel größer als Deutschland. Viel Größer als Spanien.

 

Na ja, jedenfalls sehen wir bald an einer Ausfahrt ein Schnellrestaurant “Zum Goldenen Bogen”

 

 

Zeitsprung oder… so lange waren wir doch gar nicht weg


 
 

Wir essen ja nun nicht oft bei Mc Donalds. Doch wir kennen den Bestellablauf aus Deutschland.

 

In Frankreich ist alles anders.

 

Hier gehen wir erst zum Tresen, um von einer freundlichen Dame in die futuristisch anmutenden Interna des neuen Bestellsystems eingewiesen zu werden.

 

Als erstes begebe man sich zu einer hintergrundbeleuchteten Stele mit elektrischer Anzeige, wähle Sprache und dann das aus, was man essen möchte.

 

Danach schnappe man sich eine Tischaufstellnummer und gebe sie im System ein.

 

Nun begebe man sich mit dem Tischaufsteller zur Kasse um zu bezahlen und setze sich dann irgendwo im Restaurant hin und stelle den Tischaufsteller deutlich sichtbar auf.

 

Nach kurzer Zeit wird das Essen serviert.

 

Ich glaube, so einen modernen Schnickschnack gibts in ganz Deutschland nicht. Vielleicht im neuen berliner Flughafen BER, oder im Bahnhof von Stuttgart 21, aber das wird ja dann noch viele Jahre niemand zu Gesicht bekommen.

 

[Update]: Zwischenzeitlich erfuhren wir, dass wohl auch in Deutschland dieses Elektrogedöns flächendeckend eingeführt worden sein soll. Tja, wie gesagt… wir sind da nicht so oft.

 

 

Ab zur Kapelle


 

Einigermaßen gesättigt geht es bei uns weiter zu einem ruhigen Gelände mit Kloster und Friedhof, wo wir schon im Herbst gestanden hatten.

 

 

Hier können wir eine ruhige Nacht verbringen, bevor es dann weitergeht.

 

Doch davon werden wir im nächsten Blogpost berichten.

 

Stay tuned…. es bleibt spannend.

 


 

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