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Freizeitspaß in Portugal

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Rallye


Die Portugiesen lieben den Rallyesport. Mit Spaßmobilen, Geländewagen, Motorrädern. Alles, was einen Motor hat und was man über Sandwege und Strand jagen kann, wird gerne genommen.

Und so kommt es, dass gestern hier ein kleiner Strandbuggy vorbeifährt und an einigen Stellen Markierungen anbringt. Die sehen hier so aus:

Bei jeder Weggabelung wird so ein kleines Fähnchen angebracht.

Und das scheint zu klappen, wie dann der heutige Tag beweisen wird.


Rennstreckenabsicherung in Deutschland


Gerade überlege ich mir, wie das ganze in Deutschland organisiert gewesen wäre.

Zunächst trifft sich vier Wochen vor dem Termin der Planungsstab unter Einbeziehung der Rennleitung, der freiwilligen Feuerwehr des Ortes, der freiwilligen Feuerwehr des Nachbarortes, des roten Kreuzes, des Kontaktbeamten des entsprechenden Polizeirevieres und des Ortsbürgermeisters.

Hier überlegt man anhand von Lageskizzen gewissenhaft, welche Straßen wohl am besten gesperrt werden können.

Danach werden diese Arbeiten der freiwilligen Feuerwehr übertragen, die ja immer die A…-karte zieht und sich um das Abflattern der jeweiligen Wege kümmern muss.

Jetzt werden die DIN-A-4 Blätter gedruckt, um die anliegenden Haushalte darauf aufmerksam zu machen, dass eine Rallye stattfinden wird, was zu Lärmbelästigungen und Straßensperrungen führen wird. Diese Pamphlete werden dann zeitgerecht in die entsprechenden Anliegerbriefkästen geworfen. Manchmal werden einzelne Anlieger auch direkt mit Straßensperrungsaufgaben betraut. Fenster und Türen sollen geschlossen bleiben und man soll auf die entsprechenden Rundfunkdurchsagen achten.

Da nun der große Tag des Ereignisses gekommen ist, wird nun auch nochmal die örtliche Polizeidienststelle informiert, die Strecke abgefahren und über Funk „Sicherheit“ gemeldet.

Jetzt – und erst jetzt, können die Fahrer starten.


Rennstreckenabsicherung in Portugal


Vier Wochen vor dem Ereignis, einigen sich die Veranstalter, welche Route in etwa genommen werden wird.

Einen Tag vor dem Ereignis fahren zwei nette Portugiesen die Strecke ab und verteilen sinnvoll einige Flatterbandfahnen, um den Teilnehmern Abzweigungen zu signalisieren.

Und dann startet das Ereignis, alle sind gut drauf.

Alle finden den Weg, jeder hat seinen Spaß

und sollte dann doch mal das eine oder andere unbeteiligte Geländemobil unterwegs sein und die Straße kurzzeitig blockieren, dann ist es halt so. Da wird dann aber nicht mit erhobenen Fäusten gedroht, sondern gelächelt und gewunken.

Überhaupt kann man sich hier vor freundlichen Menschen kaum retten. Alle sind gut drauf, jeder freut sich.

Und letztendlich ist auch jeder ins Ziel gekommen. Unverletzt. Ohne diese ganze Administration.

Jetzt kann sich der geneigte Leser selbst für sich überlegen, ob wir in Deutschland nicht doch irgendwie alles etwas überkorrekt handhaben oder besser mal auf das „Pi mal Daumen-Prinzip“ und in die Eigenverantwortlichkeit der erwachsenen Menschen vertrauen sollten.

Stay tuned…. es bleibt spannend…….

 

Spoiler: Morgen gibt es aus aktuellem Anlass einen weiteren Blogpost….

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