Fotoausstellung: Drei-Sechs-Fünf

  |   Fotografie

Fotoausstellung von
Melia-Sophie Müller
in der Volksbank Bennigsen
„Drei-Sechs-Fünf“
23. 07. 2015 – 02. 09. 2015

Alle Fotos dieser Challenge können hier angesehen werden

 

•“Jeden Tag ein Foto schießen, das kann doch gar nicht so schwierig sein.“
•“Das geht doch ziemlich einfach und macht keine Mühe“
•“Diesen geringen Zeitaufwand, den kann ich locker noch irgendwo unterbringen“

Diese und ähnliche Sätze gingen mir durch den Kopf, als ich im Frühjahr 2014 den Entschluss gefasst hatte, ein Jahr lang jeden Tag mindestens ein Foto zu schießen und das Beste der jeweiligen Tagesfotos zu veröffentlichen.

Und so stürzte ich mich voller Elan in die selbstgestellte Aufgabe, jeden Tag mehr merkend, dass es so einfach dann doch nicht war. Es begann schleichend, dass ich es zwar locker schaffte, Fotos auf den Sensor zu bannen, aber mit dem täglichen Einstellen auf den sozialen Medien im Internet nicht mehr so wirklich hinterherkam. Also entschied ich mich irgendwann, nur noch wöchentlich zu posten, was dann meist aber auch mit Verzögerungen geschah.

Aber auch die Fotografierseite verlangte teilweise eine strenge Disziplin. Es gab Tage, da machte ich mehrere Dutzende gute Fotos und die Auswahl fiel mir total schwer, wollte ich mich doch auf ein Foto pro Tag beschränken. Und es gab Tage, die waren so vollgefüllt mit anderen ablenkenden Dingen wie dem Real-Life, dass es mir erst spätabends einfiel: Du wolltest ja noch ein Foto machen. Und mehr als einmal suchte ich dann die nähere Umgebung nach einen vielleicht doch noch interessanten Motiv ab.

Ja und es gab Tage, da machte ich über den Tag hinweg zwar ein paar Fotos, stellte aber einige Tage später am Rechner bei der Bearbeitung fest, dass diese Fotos „nun wirklich nicht die Highlights waren“. Hier war jetzt die Kreativität in der Bearbeitung gefragt. Wie kann ich aus einem an sich schrottigen Foto noch etwas „ganz nettes“ herausholen? Wohl wissend, dass „Ganz nett“ die kleine Schwester von „na ja, sie wissen schon….“ ist und dieser Tag nicht in die fotografische Weltgeschichte eingehen wird.

Ich habe mich absichtlich nicht dafür entschieden, durch Hannover, Springe, Hildesheim oder Hameln zu ziehen und 365 Orte zu fotografieren. Das erschien mir erstens nur schwer realisierbar (Sie wissen schon…. Sonntags… Schneetreiben…da will man nicht unbedingt aus dem Haus gehen) aber zweitens auch nicht herausfordernd genug.

Herausgekommen sind 365 Fotos, teils besser, teils schlechter, teils künstlerisch etwas wertvoller, teils bedeutungslos.
Doch sie dokumentieren mein Jahr und wenn ich sie so „über den visuellen Daumen laufen lasse“, dann erzählt mir jedes Foto noch seine Geschichte von diesem einen Tag im Jahr, als es entstanden ist.

Ich habe in diesem Jahr viel über meine Art zu fotografieren, auch viel über meinen Bearbeitungsworkflow gelernt, möchte es als Erfahrungsschatz nicht missen und kann jeden interessierten nur ermuntern, sich auch ein langfristiges Fotoprojekt zu suchen, um auch die darin enthaltenen Chance zu erhalten, sich in diesem Punkt weiterzuentwickeln.
Dennoch habe ich erst einmal „eine künstlerische Pause“ eingelegt, um andere Schwerpunkte zu finden…

Wir sagen Danke

 

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