Auf dem Parkplatz des Supermarktes in Ungarn

Erholung in Ungarn

  |   Roadtrip, Ungarn   |   No comment

Zuletzt aktualisiert am 20. September 2022

Durchschnittliche Lesezeit: 6 Minuten

Wir setzen unsere Reise von Österreich kommend fort und reisen das erste Mal überhaupt nach Ungarn ein. Ein freundliches Schild über der Straße heißt uns auch sogleich willkommen.

Straßenbrücke Willkommen in Ungarn

Es gibt keine Grenz-oder andere Kontrollen. Die Hauptstraßen sind gut und wir fahren unserem Tagesziel entgegen.

Allerdings müssen wir bald auf Nebenstrecken ausweichen.

Also man kann nicht sagen, dass diese schlecht wären. Nein, sie sind absolut mies. Schneller als 30 – 40 km/h trauen wir uns auf diesen asphaltierten Strecken nicht zu fahren, wollen wir schließlich keine Gläser im Geschirrschrank zerschmettern, oder das Gewürzregal bis zur Unkenntlichkeit fragmentieren.

Und so ziehen sich die wenigen Kilometer, die vor uns liegen dann doch gewaltig hin.

Schließlich aber erreichen wir den Platz an einer ruhigen Straße gelegen.

Ruhe, Dunkelheit, Einsamkeit, Badesee, Wald, was will man mehr?


Wahrscheinlich haben wir unbewusst einen Unsichtbarkeits- und Störmichnichtzauber gewoben, denn wir können hier drei Tage das entspannen schon mal antesten, es werden noch mehrere Tage in Ungarn werden.

Erster Platz in Ungarn mit der Black Pearl

Nur wenige Meter trennen uns von einem Badesee und Luna hat hier genügend grün…

Überhaupt macht Ungarn einen unheimlich grünen Eindruck. Und sauber ist es. Hier liegt kein Plastikmüll, keine Papierfetzen oder Glasflaschen in der Gegend herum.

Das fällt sehr positiv auf.

Der erste Eindruck in Ungarn Grün am See

Nach drei Tagen entschließen wir uns, weiter zu fahren.

Allerdings ändern wir unsere Reiserichtung. Wollten wir unsprünglich richtung Südosten fahren, geht es jetzt nun über DEUTLICH bessere Straßen erst einmal nach Norden.

Tanken in Ungarn


Das Tanken an der Tankstelle gestaltete sich als etwas problematisch.

Hierzu muss man wissen, dass der Benzin- und Dieselpreis landesweit auf 480 Ungarische Forint festgeschrieben ist. Das entspricht etwa 1,19 €.

Allerdings gilt dieser Preis nur für einheimische Fahrzeuge.

Ausländer bezahlen DEUTLICH mehr.

Wir stellten uns also an eine Doppelzapfsäule an, weil wir beide Tanks betanken wollen.

Darauf kommt eine nette leider nur ungarisch sprechende Angestelle aus ihrem Kassierhäuschen und weist uns den Weg an eine andere Zapfsäule.

Auch hier kann man beide Tanks betanken. Allerdings schaltet die Zapfsäule nach 120 Litern ab. Also bezahlen und nochmal. Bezahlen und nochmal. Ist nervig.

Doch was solls.

Beim Bezahlen mit Kreditkarte kann man beim Eingabegerät auswählen, ob man in Forint oder Euro bezahlen möchte. Wir wählten Euro.

Ein Fehler, denn nun kamen – was wir aber erst im Nachhinein auf der Tankquittung gesehen haben, knapp 5 % Wechselgebühr hinzu, die nirgends angekündigt waren.

All das führt dazu, dass uns ein Liter Diesel dann doch 1,98 € gekostet hat.

Nun gut, Geld ist nur virtuell, wie ich immer zu sagen pflege. Ist halt Lehrgeld.

 

Klönsnack beim Supermarkt


Auf einem Supermarktparkplatz – Lyggie ist gerade einkaufen  – komme ich mit einer furchtbar netten Dame, in etwa meines Alters zusammen und wir schaffen es uns etwa eine Stunde über Gott und die Welt, Ungarn, Deutschland und Sonstsoallesmögliche zu unterhalten. Erika, so heißt sie, kann mir viele Einblicke ins ungarische Leben geben. Danke dafür.

Runtergekommen


Der nun folgende Übernachtungsplatz wurde in einer App als ruhig gepriesen. Am einfachsten ist es, ihn schnell zu vergessen und nicht mehr zu erwähnen. 🙂

Und so wahren wir weiter zu einem Platz auf halber Strecke zwischen Budapest und Rumänien.

Hier bleiben wir eine geschlagene Woche. Direkt auf einer riesigen Wiese stehend.

Eine Woche Entspannung in Ungarn

Die ersten Tage ist es noch richtig warm und wir suchen Schatten unter einem riesigen Baum. Das jedoch hat zur Folge, dass wir nach einiger Zeit nicht mehr genug Solarenergie haben.

So ziehen wir noch einmal um und fahren etwa 10 m weiter. Ist nicht schlimm, mittlerweile hat es sich etwas abgekühlt und die Temperaturen sind selbst in der Sonne stehend sehr angenehm.

Freie Sicht vom Übernachtungsplatz aus

Endlich haben wir einen Platz zum Seele baumeln lassen gefunden. Und den kosten wir auch eine Woche lang aus.

Lediglich ein ortsansässiger Bauer kommt jeden Morgen mit seinem Traktor vorbei und dirigiert seine Rinderherde an eine andere Ecke der Riesenwiese.

Und dann ist da noch ein Einheimischer der jeden Tag einmal mit seinem Moped vorbeifährt.

Mehr ist hier nicht los.

Das brauchen wir jetzt ganz dringend. Wir müssen erst einmal diese Schwere, diese erdige Energie, die uns nun so viele Monate begleitet hat, loswerden.

Und das gelingt hier prima.

Fast täglich werden wir von sehr netten Kühen besucht, die eigentlich auch nur ihre Ruhe haben wollen. Passt.

Tierischer Besuch - Die Kühe vom anderen Ende der Weide

Doch morgen werden wir unsere imaginären Zelte hier abbrechen und weiterziehen.

Es geht morgen nach Rumänien. Kennen wir noch nicht. Soll schön sein. Und freistehen ist dort ausdrücklich erlaubt.

Also los gehts..

 

PS:

Und was hat das jetzt mit der weißen Maus zu tun? So rein gar nichts. Sie saß völlig unbeteiligt auf einem Supermarktparkplatz und wartete darauf, weitere Menschen mit ihrer Anwesenheit zu erfreuen.

Ende der Story.

 

stay tuned…. es bleibt spannend.

 

 


No Comments

Post A Comment