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pistenfestes Gewürzregal

Ein pistenfestes Gewürzregal für die Würze des Lebens im Wohnmobil

  |   Allgemein   |   2 Comments

Es schien fast schon so, als sei das Zubereiten der eigenen Nahrung völlig aus der Mode gekommen. Im „Normalfall“ kommt Mann oder Weib nach einem viel zu langen Arbeitstag nach Hause. Kraftmäßig ist er oder sie dann kaum noch zu irgendetwas zu gebrauchen, außer vielleicht dazu, die müden Knochen auf den meist nur allzu bereitwillig bereitstehenden Polstermöbeln zu parken.

Auf ein dann aufkommendes Hungergefühl folgt – der allseits gegenwärtigen Nahrungsmittelindustrie sei Dank – die Notwendigkeit der Nahrungsbeschaffung auf möglichst einfache Art und Weise. Meist, indem ein fertig vorbereitetes Gericht mit wenig guten und vielen nicht so guten Zutaten  – erwähnten wir schon den Segen der Nahrungsmittelindustrie? – in den Ofen oder die Mikrowelle hineingeschoben und anschließend verzehrt wird.

 

Zu Zeiten unserer Großeltern gab es viele heute gängige Fertiggerichte noch gar nicht. Hier war es meist die Hausfrau und Mutter, die die Aufgaben der Nahrungsbeschaffung und -zubereitung übernahm. Ich erinnere mich genau, wie lange meine Großmutter damals zumeist zu anliegenden Feiertagen in der Küche stand, um für die ganze zusammenkommende Familie das Essen zuzubereiten. Nun könnte man einwerfen, die Großmutter hatte auch keinen auswärtigen 9 to 5 Job und somit die nötige Zeit dafür. Und das ist absolut richtig. Dennoch kann ich mich über mich selber ärgern, dass ich ihr dabei nicht öfter über die Schulter geschaut habe, denn Oma war in vielen Bereichen ein absolutes Multitalent.

Frauen und Männer sind heutzutage also aufgrund ihrer langen Zeiten, in denen Ihnen wenig – bis ungeliebte Beschäftigungen auferlegt werden und der damit einhergehenden Erschöpfung oftmals geneigt, Fertignahrung den Vorzug zu geben. Und eine viel zu lange Zeit verstaubten dicke Kochbücher mit allzu umständlichen Anleitungen in vielen Regalen.

Dennoch erlebt das Kochen frischer Nahrung eine Renaissance. Da flimmern Rezepte und Koch-Shows über die Mattscheiben und werden von mehr oder weniger erfahrenen Köchen und Köchinnen in der Freizeit mit wachsender Begeisterung nachgekocht. Wenn man nur ein wenig sucht, findet man so viele verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten für Mahlzeiten im Internet, dass man mehrere Lebenszeiten bräuchte, um alles auszuprobieren.

Der Grund hierfür ist, dass generell das „selber machen“ wieder höher geschätzt wird. Man weiß, was an einer Sache dran und was drin ist. Und man darf seine eigenen Fehler machen und daraus auch lernen. In einer Welt der geplanten Obsoleszenz, wo uns  alles als „nur von Fachleuten zu beurteilen und zu reparieren“ verkauft wird, die ihr Wissen aber nur gegen Geld oder eben gar nicht teilen, ist dies von unschätzbarem Wert. Es sei eine Jede und ein Jeder der eigene Meister.

So sind wir wohl kaum die Einzigen, die es versäumt haben, den Großmüttern dieser Welt ihre Lifehacks abzuschauen und die dies jetzt selbst im Learning-by-doing-Verfahren nachholen. Ein Dank sei an dieser Stelle allen Youtubern, Bloggern und anderen Menschen zuteil, die sich die Mühe machen, dieses alte Wissen in einem neuen frischen Medium allen anderen Menschen zugänglich zu machen.

Schon im stationären Heim haben wir in den letzten Jahren fast täglich frische Gerichte gekocht, wenn wir nicht auswärts gegessen haben. Jetzt, im mobilen Heim, fernab jeder Zivilisation und mitten in der Botanik stehend, bleibt uns gar nichts anderes übrig und somit müssen wir auch einen gewissen Vorrat an Gewürzen mit uns führen. Natürlich nicht in diesem Umfang, wie wir es im Haus hatten, aber dennoch so viele Gewürze, dass es für verschiedenste Gerichte ausreichend ist.

Aufbewahrung der Gewürze im Wohnmobil


Bereits im letzten Winter hatten wir einige wenige Gewürze dabei, meist in den üblich zu erwerbenden Gewürzgläsern, die irgendwo im Schrank landeten, wo noch Platz war. Eine zeitaufwendige Suche nach dem richtigen Gewürz war also bei der Arbeit in der Küche meist vorprogrammiert. Zudem fehlte der Überblick über nachzukaufende Vorräte. Was also tun?

Auf Oberschränke über der Küchenzeile haben wir wegen aufsteigender heißer Dämpfe beim Ausbau des Fienchens ganz bewusst verzichtet. Auch eine Beleuchtung war zu diesem Zeitpunkt aus Zeitmangel vor der kalten Jahreszeit dort noch nicht entstanden, so dass ich abends fast immer mit Stirnlampe gekocht habe 🙂 Gern hätte ich Gewürze, Salz und Pfeffer jederzeit griffbereit gehabt, das hatte sich bis zum kältebedingten Ausbaustopp im  Dezember 2017 dann aber nicht ergeben.

Diesen Sommer haben wir das dann geändert…

pistenfestes Gewürzregal

Verschiedene Aufbewahrungsmöglichkeiten für Gewürze für das Wohnmobil und die kleinere Küche allgemein


Wir haben oberhalb unserer kleinen Küche im Fienchen eine schräge Wand, die sich dafür anbietet, dort eine Beleuchtung, sowie unsere Gewürze unterzubringen. Also schauen wir uns mehrere Möglichkeiten an, die möglicherweise dafür in Frage kommen können.

  • Da gibt es kleinere Regale für die Wand, in die man Gläser oder Gewürzdosen stellen kann

 

  • Aufsteller aus Holz oder Metall, in die die Gewürzgläser eingehängt werden können

 

  • Selbstgebaute Gewürzregale aus Gewindestangen und Brettern die man an die Wand lehnen kann (Dies hatten wir im stationären Heim auch in dieser Art und es hat sich dort sehr bewährt!)

 

  • Gläser mit Deckeln aus Metall (oftmals auch Marmeladengläser), die an eine Magnetleiste gehängt werden

 

  • So genannte Gewürzkarusselle zum Aufstellen

 

  • Gläser mit durchsichtigem Deckel zur Aufbewahrung in einer Schublade

 

und vieles mehr. Alle Möglichkeiten haben gemeinsam, dass man beim Kochen sehr schnellen Zugriff auf seine Gewürze haben kann.

Was ist für uns praktikabel – und was nicht?


Der Idee, unsere Gewürze oberhalb der Küche griffbereit anzubringen, ist eine klare Grenze gesetzt: Die Lösung muss pistenfest sein. Weil die Gewürze in einer 45° Schräge angebracht werden sollen, fallen einfache Regale, in die die Gläser nur hineingestellt werden und somit bei Pistenfahrten auch wieder hinaushüpfen könnten, von vornherein aus der Auswahl heraus.

Die Marmeladenglas-Magnet-Lösung mag an einer vertikalen Wand funktionieren (obwohl wir sehr stark befürchten, dass sich die Gläser bei Pistengehoppel dann mit der Zeit alle auf den Weg nach unten begeben würden), ist jedoch für unsere Wandbegebenheit mit der 45°-Schräge gefühlt unzweckmäßig bis nicht machbar.

Für Aufsteller oder Gewürzkarusselle fehlt uns hier schlicht der Platz, auch in einer Schublade sollten unsere Würzlinge nicht verschwinden müssen und wir haben ja schon eine genaue Vorstellung davon, wo unsere Gewürze letztlich landen sollen.

Es scheint so, als seien alle vorgegebenen Lösungen für uns nicht anwendbar.

pistenfestes Gewürzregal

Fazit – Unsere Lösung: PET-linge und Wandhalter aus dem Geocaching-Bereich


Beim Suchen nach einer Lösung für unser Problem stoßen wir auf PETlinge. PETlinge werden oft im Geocaching genutzt, um Schätze, die sogenannten Caches, zu verstecken, bzw. vor Wasser und Schmutz geschützt an Orten wie Wänden, Bäumen etc. anzubringen und zu verstecken. PETlinge sind, einmal mit Deckel verschlossen, 100% dicht.

Wenn Du dich jetzt über die Form und darüber, dass dir der Deckel dieser kleinen Helfer irgendwie bekannt vorkommt, wunderst, dann sei dir an dieser Stelle verraten, dass PETlinge eigentlich eine ganz andere Bestimmung haben.

Aus den kleinen, reagenzglasähnlichen Behältern aus festem Plastik werden im Regelfall nämlich viel größere Behälter gemacht: sie werden zu den allseits beliebten PET-Flaschen aufgeblasen, wobei sich das PET ausdehnt und wesentlich dünner wird.

PETlinge gibt es in verschiedenen Dicken und Längen. Damit allein lässt sich für unsere Zwecke noch nicht so viel anfangen. Aber es gibt auch noch zusätzliche Helferlein. Das sind Klammern aus Metall mit einem Schraubenloch, in die man den PETling dann einfach einklicken kann.

Also haben wir uns kurzerhand einen ganzes Rudel dieser kleinen Behälter nebst dazugehöriger Halter besorgt, alles installiert und das ganze erst mal auf Herz und Nieren geprüft und ausprobiert.Wir beschriften die PETlinge ganz einfach mit einem silbernen wasserfesten Eddingstift, den wir gerade griffbereit haben. Die Deckel haben übrigens den ungefähren Inhalt eines gehäuften Teelöffels und sich bei uns mittlerweile als zuverlässige Maßeinheit bewährt. Alles in allem ist dies eine schöne Lösung für die Gewürzaufbewahrung in einer kleinen Küche.

Und natürlich haben wir das Gewürzregal auch schon auf seine Pistenfestigkeit getestet und können euch mit gutem Gewissen vermelden, dass hier garantiert alles auch beim größten Gerüttel auf seinem Platz bleibt. 🙂

 

Und nun: viel Spaß beim Würzen und……..stay tuned 🙂

 

 

 

Hier gibt es die einfachen aber sehr gut haltenden Halteklammern für die Petlinge. Diese habe ich bislang nur bei diesem Anbieter gesehen.

 

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2 Comments
  • Izzy | Apr 5, 2019 at 3:54

    Eine sehr kreative Lösung! Gut gemacht!

    • Melia | Apr 5, 2019 at 13:59

      Danke sehr

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