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DKV Camper Mautbox

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Zuletzt aktualisiert am 16. September 2022

Durchschnittliche Lesezeit: 6 Minuten

Hierzu gibt es eine klare Antwort: Nein. Man braucht sie nicht.

Wir haben auf unseren bisherigen Reisen nach Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Slowenien, Schweiz und Österreich immer einen Weg gefunden, die entsprechende Maut zu entrichten.

Doch dann, vor einigen Wochen, sind wir auf eine Anzeige über die DKV Camper Mautbox gestoßen und haben die Vor- und Nachteile FÜR UNS noch einmal abgewogen.

Fährst du mit einem Fahrzeug bis 3,5t ist das alles kein Problem. Ist dein Fahrzeug jedoch schwerer, fangen in manchen Ländern die Probleme an. Unsere Black Pearl bringt momentan geschlagene 10,6 t Abfahrgewicht auf die Waage (=Probleme)

 

Unsere augenblickliche Reiseroute wird uns über Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien nach Griechenland und evtl weiter in die Türkei führen.

  • In Österreich bauchen wir eine Go-Box,
  • in Ungarn müssen wir die Streckenmaut vorher anmelden, allerdings wollen wir hier auch nur durchfahren
  • in Rumänien gibt es ein Zeitkontingent online
  • In Bulgarien müssen wir die Streckenmaut wie in Ungarn vorher anmelden, was blöd ist, will man Bulgarien frei erkunden
  • In Griechenland kann man die Maut wohl auf der Autobahn bezahlen.

Und insbesondere die freie Reisemöglichkeit in Bulgarien hat in uns den Entschluß für die DKV-Camper-Mautbox reifen lassen. Außerdem heißt es in den teilnehmenden Ländern, nicht mehr an den Mautstellen warten zu müssen, sondern einfach durchfahren zu können.

Und vor allem: Haben ist besser, als brauchen! 🙂

Doch möchten wir die Mautbox erst einmal vorstellen.

Die nachfolgenden Informationen haben wir von den Seiten https://www.dkv-mautbox.de/ entnommen (05.09.2022, 15:18)

Welche Länder werden überhaupt abgedeckt?


  • Bulgarien
  • Belgien (z.Zt. nur Liefkenshoektunnel mautpflichtig)
  • Deutschland (z.Zt. nur die Brücke Warnowquerung und der Tunnel Herrentunnel mautpflichtig)
  • Frankreich
  • Italien
  • Österreich
  • Polen (ganzes eTOLL Netz)*
  • Portugal
  • Spanien

Demnächst verfügbar: Tschechien, Slowakei und die skandinavischen Brücken Oressund (SE) und Storebaelt (DK)

* In Polen kann das gesamte Netz des Mautsystembetreibers eTOLL genutzt werden. Es gibt einzelne Strecken von privaten Betreibern, die nicht über die Camper Mautbox abgerechnet werden können.

Wie funktioniert die Technik im Hintergrund?


Schon vor einigen Jahren wurde die EETS-Technik eingeführt. Allerdings nur im gewerblichen Gütertransport. Damit wurden die vielen länderspezifischen Einzellösungen zu einer Gesamtlösung beim Bezahlen der Maut zusammengefasst und gesamt über die DKV abgerechnet. Man hat also nur noch einen Vertragspartner.

Die Erfassung funktioniert über eine sogenannte OBU, eine On Board Unit (Mautbox), welche mit modernster Siemens Technik die beiden europäischen Mautsystem-Technologien DSRC über Mikrowellentechnik und GNSS über Satellitenverbindung unterstützt. Mehr Informationen zur eigentlichen Technik können wir allerdings mit unserem laienhaften Halbwissen nicht bieten.

Nur soll diese Technik zukunftssicher sein da zukünftige Mautsysteme in Europa aus heutiger Sicht nur noch auf GNSS Technik setzen werden.

Ist die Bestellung und die Installation einfach?


Um mit Radio Eriwan (manche werden sich erinnern) zu antworten: Im Prinzip ja….aber….

Also zunächst einmal haben wir uns online auf der Seite https://www.dkv-mautbox.de/eshop/adac/de/onepagecheckout angemeldet und den Bestell- und Bezahlvorgang abgeschlossen.

Hier muss man die persönlichen Daten, Bankdaten und die sehr ausführlichen Fahrzeugdaten mit Fahrgestellnummer, Gewichten, Abmessungen, Schadstoffklassen und so weiter angeben (darum gleich mal den Fahrzeugschein heraussuchen).

Danach heißt es 7-10 Werktage warten, bis die DKV-Mautbox per Versand beim Kunden eintreffen soll. Bei uns war sie nach 7 Werktagen da.

 

Die Installation ist im Normalfall eigentlich ganz einfach:

  • Bereich der Frontscheibe fettfrei säubern
  • Abdeckfolie der Aufkleber von der Rückseite des Mautboxhalters entfernen
  • An die Scheibe kleben
  • Stromstecker in den Zigarettenanzünder stecken

fertig.

Wie du dir denken kannst, war es bei uns natürlich nicht ganz so einfach!

  • Zunächst einmal ist unsere Frontscheibe leicht nach innen geneigt,
  • was zur Folge hat, dass die Mautbox schräg angebracht werden würde
  • was zur Folge hat, dass sich das Menü der Mautbox nicht mehr ablesen lassen würde
  • was zur Folge hat, dass das ganz schönere Mist ist.

Zumal eine nach innen geneigte Frontscheibe ja nun bei vielen Wohnmobilen insbesondere bei Weißwaren vorkommt. Einen Montagewinkel sucht man im Lieferumfang natürlich vergebens.

Da hätte ja auch mal einer mitdenken können und so ein Billig-Plastikteil beilegen können.

Sei es drum. Also haben wir uns kleine Holzwinkel mit 30° gesägt, mal eben schwarz lackiert, diese hinten auf die Box geklebt und mit Nanoband an der Scheibe befestigt. Geht ja auch irgendwie.

Den gelöteten Zigarettenanschlußstecker habe ich dann kurzerhand abgeklemmt und die Stomkabel wie folgt angeschlossen:

Rotes Kabel : Konstante Spannung (+), zusätzliche Sicherung 1A oder 2A erforderlich

Schwarzes Kabel: Zündung (+), zusätzliche Sicherung 1A oder 2A erforderlich

Braunes Kabel: Erde (-)

Nun blinkte die Kontrollanzeige gelb (da Deutschland nicht im System eingebucht ist). Sobald wir die Grenze nach Österreich überquert hatten, leuchtete die Boxkontrolle grün, alles funktioniert einwandfrei.

Und die wichtigste Frage: Was kostet dieser Service?


Um es vorweg zu nehmen: Service kostet.

Bei Kauf und Nutzung der Camper Mautbox fallen folgende Nutzungsentgelte an:

  • Jahresgebühr 99,- €
  • Versandkosten 3,90 €
  • Einmalige Aktivierungsgeführ 19,95 €, bei Sonderaktionen kann diese entfallen
  • Streckenabhängige Mautgebühren je nach Verbrauch. Die Mautgebühren variieren je nach Land und Strecke. Im Detail kannst du dich bei den Betreibern der jeweiligen Mautsysteme informieren.
  • Serviceentgelt auf den Bruttomautumsatz in Höhe von 5%

Also rund 100€ im Jahr (8,25€ im Monat) und die Maut ist 5% teurer. Die Rechnungsstellung erfolgt nachträglich ein Mal pro Monat per Lastschrift.

Nachdem wir ein paar Tage mit diesen Überlegungen schwanger gegangen sind, haben wir uns für die Bequemlichkeit, für den Service und somit für die Mautbox entschieden.

Wir hoffen, daß dir mit diese Informationen in deinem Entscheidungsprozess weiterhelfen werden.

 

Stay tuned…. es bleibt spannend…

 

 


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