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Der Holzofen im Wohnmobil Teil 1 – Einbau des Holzofens

  |   Ausbau, Technik   |   2 Comments

Unsere Vorüberlegung ist: Wir wollen nicht frieren. Und um dem vorzubeugen, überlegen wir uns, welche Art von Heizung wir im Fienchen installieren werden. Im ersten Teil der Reihe erläutern wir den Einbau des Holzofens


Vorüberlegung


Vieles ist im Gespräch, doch schließlich entscheiden wir uns – inspiriert von www.herman-unterwegs.de für einen Holzofen.

Zum einen mögen wir die angenehme Wärme eines Holzofens sehr, zum anderen ist man durch die hohe Wärme bestimmt eher in der Lage, Feuchtigkeit aus dem Expeditionsmobil herauszubekommen, zumal alles mit Holz vertäfelt ist.

Ein Holzofen soll also her und so erkundigen wir uns ein wenig auf dem Holzofen-Heizungsmarkt.

Dabei merken wir ziemlich schnell, dass es gar nicht so einfach ist, Ofenmodelle zu finden, bei denen alle Punkte auf unserer Anforderungsliste erfüllt werden können.


Unsere Anforderungen an einen Holzofen


  • Das Wichtigste ist, dass wir für die Verbrennung Außenluft nutzen wollen, damit nicht der Sauerstoff im Fahrzeuginneren verbraucht wird.
  • Dann wollen wir eine Glasscheibe im Ofen haben, denn schließlich erhalten wir allein dadurch schon ein bischen mehr Gemütlichkeit, als durch einen einfachen Metallklotz.
  • Dann soll der Ofen nicht allzu groß dimensioniert sein, sowohl in der Leistung, als auch in den Außenmaßen.

Und so fällt unsere Wahl auf einen GLOBEFIRE PLUTO.

Dieser wird mit Untergestell geliefert und kommt bereits wenige Tage nach der Bestellung bei uns an.

Nun heißt es, den schweren Kasten ins Fienchen zu hineinzuwuchten, immerhin wiegt er einige Kilos.

Doch unter Zuhilfenahme einer Leiter können wir eine schiefe Ebene basteln und den Ofen ins Fienchen hochschieben.

Da steht er nun, gut eingepackt in einer stabilen Holzkiste, die erst einmal geöffnet werden will.

Mit vereinten Kräften gelingt es uns schließlich ihn provisorisch an seinem Bestimmungsort aufzustellen.


Die Befestigung des Ofens


Nun gehen wir allerdings einige Wochen mit dem Problem schwanger, wie wir ihn befestigen sollen.

Der eigentliche (sehr schwere) Ofen steht auf einem (recht leichten) Unterschrank. Das heißt dass der Schwerpunkt sehr weit oben liegt. Und wir wollen natürlich vermeiden, dass der Ofen im Falle einer Vollbremsung oder gar eines Unfalls einen Besuch im Führerhaus macht.

Wir erhalten ein paar Tips zur Befestigung des Ofens (Vielen Dank an Sabine und Micha), doch das Problem mit dem Unterschrank können wir eine Weile nicht lösen.

Schließlich die zündende Idee: Wir packen das Schweißgerät mal wieder aus und schweißen ein Untergestell für das Untergestell (Wortwitz: Untergestell für das Untergestell hihi), senkrechte Stahlwinkel, die in den hohlen Beinen des Untergestells auf voller Länge hineinragen, unten herum durch ebenfalls Stahlwinkel zusammengeschweißt.

Dann wird das Untergestell mit diversen Schrauben an unser Stahlgestell angeschraubt. Das wird halten.

Doch nun zum eigentlichen Ofen. Hier bohren wir ganz vorsichtig vier Löcher durch den Gußboden, denn ich meine, mich an einen Rat meines Vaters erinnern zu können, wonach man Gußeisen sehr vorsichtig bohren muss, da es leicht springt. Keine Ahnung, ob das stimmt, jedenfalls gelingen die Löcher auf Anhieb. Das langsame Bohren scheint zumindest nicht geschadet zu haben.

Durch diese Löcher werden lange 10mm-Gewindestangen durch ebenfalls passende Löcher im Unterschrank hindurchgeführt. Das hört sich jetzt so einfach an, doch war es total schwierig, die richtigen Lochpositionen im Unterschrank zu finden.

Die Gewindestangen werden nun durch den Unterschrank hindurchgeführt….

… und gehen durch den Fahrzeugboden hindurch, wo sie von unten mit zwei Stahlblechen verschraubt werden. (Die langen Gewindestangen auf dem Bild unten sind übrigens die Aufhängungen der hinteren Staukästen.)

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2 Comments
  • Thomas | Feb 18, 2019 at 13:24

    Hallo Ihr Lieben,

    mit dem selben Thema beschäftige ich mich auch gerade, bin aber noch ganz am Anfang… Neben dem Problem, dass die wenigsten Öfen für einen mobilen Einsatz gedacht sind,
    geht es dabei auch sehr viel um das Thema Sicherheit. Die Gesetzeslage auf der einen Seite (Theorie) und die Praxis auf der anderen Seite.
    Trotz der Tatsache, dass das sicherlich viele gesetzliche Vorschriften (die absurdesten Sachen abdecken bis hin zu den ganzen Abgasnormen) und effektiv in so einem Einsatz überzogen sind, gibt es da durchaus seine großen Gefahren.

    Wenn ich das richtig sehe, habt ihr 4 Löcher direkt in die Ofenkammer gebohrt? Das halte ich als Laie für eine hochgefährliche Aktion: Zum einen kann da ggf. Kohlenmonoxid entweichen, das ist Schwerer als Luft (und würde damit bevorzugt nach unten austreten). Zum anderen erhöhen diese 4 Löcher (in dem Ofen herrschen ja bis zu 1000 Grad?) mit den verbundenen Temperaturdifferenzen m.E. das Risiko enorm, dass da einfach mal was reisst! und dann brennt innerhalb Sekunden der ganze Innenraum. Sprecht da mal (nicht mit einem Ofenbauer) sondern mit irgendjemand der Ahnung von Materialkunde/Physik hat.
    Viel Spass und Erfolg mit euren Touren!
    VG tom

    • Melia | Feb 18, 2019 at 13:26

      Hallo Tom,
      vielen Dank für Deine Email, auf die ich gerne antworten möchte.

      Du hast recht, es gibt – soweit wir wissen – keine Holzöfen für den mobilen Einsatz und Außenluftzufuhr. Alles wird eine modifizierte Lösung für andere Zwecke sein müssen.

      Wir haben uns für den Ofen entschieden, da er als einzig uns bekannter Ofen Außenluft zum Verbrennen benutzt.

      Dann haben wir uns bei Ofenbauern und beim Schornsteinfeger schlaugemacht: Es gibt kein Regelwerk, welches Holzöfen in Fahrzeugen umfasst, quasi ein rechtliches Niemandsland.
      Gemeinsam mit dem Bezirksschornsteinfegermeister (ein guter Bekannter von uns) haben wir in langen Gesprächen für- und wider der Anbringungsart diskutiert und sind auf die nun gefundene Lösung gekommen.
      Die Löcher im Brennraum sind von oben und unten durch eine plan aufliegende Unterlegscheibe abgedichtet, weshalb wir nicht der Meinung sind, dass relevante Mengen Abgase in den Innenraum gelangen (im vergleich zur Menge, wenn man mal die Feuerklappe aufmacht, um Holz nachzulegen.
      Vorsichtshalber haben wir aber auch noch einen CO-Melder installiert (der bislang noch nicht angeschlagen hat).

      Dein Argument mit der Materialschwächung ist unserer Meinung nach vernachlässigbar, wenn man sich die Dicke des Bodens ansieht. Außerdem brennt das Feuer nicht direkt auf dem Boden der Brennkammer, sondern auf einem eingezogenen Zwischenboden. Unten befindet sich der Ascheauffang. Der Boden besteht aus dickem Gußeisen, welches vorsichtig und materialschonend gebohrt wurde.

      Bei laufendem Ofen werden nicht einmal die Gewindestangen warm. Das Feuer hat übrigens, wenn es richtig bollert, eine Wärme von etwa 640 Grad Celsius.

      Das letzte Argument, welches wir anführen möchten, ist, dass wir ja nur während des Stehens heizen, niemals während der Fahrt.

      Die oben benannten Argumente führen dazu, dass wir – obwohl sehr sicherheitsbewusst – kein schlechtes Gefühl beim Betreiben des Ofens haben, denn wir haben subjektiv und hoffentlich auch objektiv alles getan, um die Sicherheit zu gewährleisten.

      Aber beachte bitte, dass wir natürlich keine Gewähr übernehmen können, wir beschreiben hier lediglich UNSERE Erfahrungen.

      Herzliche Grüße
      Lyggie & Meli & Luna

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